Atropin ist der Wirkstoff der Tollkirsche, des Stechapfels und anderer Nachtschattengewächse. Die Wirkung ist vergleichbar mit der von Ecstasy (Pupillenerweiterung, Erhöhung der Körpertemperatur, Mundtrockenheit), jedoch ohne die aufputschende und euphorisierende Komponente. In der Medizin wird Atropin vor allem in der Augenheilkunde eingesetzt (äußerliche Anwendung in Form von Augensalben und Augentropfen). Es beeinflusst das Reaktionsvermögen! Unerwünschte Nebenwirkungen können sein: Herzrasen, verschwommenes Sehen, Atemstörungen und Müdigkeit bis hin zu Halluzinationen und Delirium. Ende 1997 waren mit Atropin verschnittene Ecstasytabletten im Umlauf. Die Mischung ist besonders toxisch, da Atropin ebenfalls die Herzfrequenz steigert und die Körpertemperatur erhöht.
Buflomedil ist eine vasoaktive (=die Gefäße beeinflussende) Substanz, welche zur Behandlung peripherer Durchblutungsstörungen angewendet wird. Nebenwirkungen sind niedriger Blutdruck, Kribbeln in den Fingern, Kopfweh, Benommenheit, Schlaflosigkeit. Es besteht die Gefahr einer Überdosierung, wenn aufgrund eines Ausbleibens einer psychoaktiven Wirkung nachgelegt wird! Es muss mit schweren Vergiftungen gerechnet werden. Es kann dadurch zu niedrigem Blutdruck, Herzrasen, Kreislaufinsuffizienz und Krampfanfällen kommen. Über den Mischkonsum mit anderen psychoaktiven Substanzen ist bisher nichts bekannt, es besteht jedoch die Gefahr von nicht vorhersehbaren Wechselwirkungen.
DOB zählt zu den psychisch stimulierenden Amphetaminen mit einer stark halluzinogenen und leicht aufputschenden Wirkung. Seit 1984 gehört es zu den verbotenen Stoffen im Betäubungsmittelgesetz (BtmG).Die Wirkungsdauer ist extrem lang (bis zu 30 Stunden!), mit zunehmender Dosis schwer vorauszusagen.
Eine der häufigsten Beimengungen ist Koffein. Das mag zunächst harmlos erscheinen, ist es aber nicht. Die Wechselwirkung zweier oder mehrerer psychoaktiver Substanzen, also auch die von Koffein mit Ecstasy/Speed, ist kaum einschätzbar und entspricht in der Regel nicht der Summe ihrer Einzelwirkungen. Die Kombination unterschiedlicher aufputschend wirkender Substanzen belastet das Herzkreislaufsystem stark, führt zu Temperaturanstieg und Flüssigkeitsverlust und erhöht die Wahrscheinlichkeit von Veränderungen im Gehirn.
m-CPP hat eine nur sehr schwach ausgeprägte wahrnehmungs-verändernde
Wirkung.
Es überwiegen die unangenehmen Nebenwirkungen: Kopfschmerzen, Nervosität,
Schweratmigkeit, Übelkeit und Erbrechen. Nicht selten leiden die Konsumenten
an einer mehrere Tage andauernden Niedergeschlagenheit.
m-CPP kann den psychischen Zustand eines Konsumenten längerfristig
verändern, Depressionen oder auch Angstzustände sind mögliche
Spätfolgen.
Achtung: Gleichzeitiger Konsum von m-CPP und MDMA kann zu Krampfanfällen führen!!
Insbesondere Speed-Proben enthalten häufig verschiedenste pharmazeutische Arzneimittel als Beimengung. Die Palette dieser Medikamente ist sehr weit gestreut und reicht von Kopfschmerzmitteln über Herzmedikamente bis hin zu Psychopharmaka. Oft sind es sehr starke und verschreibungspflichtige Medikamente, die auch ohne zusätzlichen Konsum von Ecstasy, Alkohol und anderen Substanzen schon starke Nebenwirkungen besitzen. Wer schon einmal den Beipackzettel solcher Medikamente gelesen hat, kann sich ausmalen, dass die Wirkungen auf den Körper und die Psyche sehr stark sind und die Wechselwirkungen mit anderen Substanzen sehr gefährlich sein können.
MDA ist ein Amphetaminderivat und eng chemisch mit MDMA (originäre Ecstasy-Grundstoff) verwandt. Es wirkt bei einer Dosis von 30 bis 50 mg ähnlich wie Ecstasy, aber wesentlich länger (bis zu 10 Stunden). Ab 50 mg Einzeldosis kommen ähnlich wie bei LSD Halluzinationen hinzu. Häufige unangenehme Nebenwirkungen sind z.B. Gleichgewichtsstörungen und Desorientierung. MDA ist ein Zwischenprodukt bei der MDMA-Synthese (aus MDA wird MDMA hergestellt). Nach einer Langzeitstudie mit Dauerkonsumenten wurde festgestellt, dass MDA verantwortlich sein kann für irreparable Gehirnschädigungen.
MDE=MDEA wirkt ähnlich wie MDMA, jedoch ist der Rausch weniger euphorisierend und kürzer (3 bis 4 Stunden). MDEA ist preiswerter als MDMA herzustellen und daher auch sehr weit verbreitet. MDEA kann aufgrund seiner halluzinogenen Wirkung unvorhersehbare und beunruhigende Rauschzustände hervorrufen.
MBDB wurde als Prototyp eines Gefühlsverstärkers/ Gefühlserzeugers (Entaktogens) designt. Es wirkt 4 bis 5 Stunden. Wegen seiner fehlenden antriebssteigernden Wirkung ist es als Tanzdroge nicht geeignet.
PMA ist ein hoch giftiges und stark wirksames Halluzinogen, das schon oft in Ecstasypillen aufgetaucht ist. PMA verursacht bei einer Dosierung über 30 mg eine starke Erhöhung von Körpertemperatur und Blutdruck, Herzrasen, Krämpfe und kann bis zur Bewusstlosigkeit führen. Mehrere Todesfälle durch PMA sind bekannt geworden!
PMA zählt zu den gefährlichsten Substanzen!
Scopolamin ist ein sehr giftiges Alkaloid, das in der Natur in Nachtschattengewächsen wie Alraune, Engelstrompete, Stechapfel, Tollkirsche oder Bilsenkraut vorkommt. Es kann aber auch künstlich hergestellt werden. Scopolamin wirkt auf das ZNS (Zentrale Nervensystem) und bewirkt schon bei geringer Dosierung Benommenheit und Ermüdung, sowie eine milde Euphorie. Bei höheren Dosen kommt es zu einer weitreichenden Amnesie (Gedächtnisstörung), Verwirrtheitszuständen, Delirium, traumlosen Schlaf und Konzentrationsstörungen. Scopolamin trübt das Bewusstsein und führt zu Gedächtnisverlust, die Sinneswahrnehmung wird nicht gesteigert. Bei Überdosierung (80-100 mg sind tödlich) kann ein Verhaltenszustand entstehen, der einer drogeninduzierten Psychose ähnelt. Es kommt zu einem Delirium, extremen Verwirrtheitszuständen, Sedierung bis zur totalen Amnesie.
Strychnin ist eine hochgiftige Substanz, die in giftigen Tierködern
(Rattengift) Verwendung findet. Sie kann schon in geringen Dosen Unruhe,
Angst, Muskelkrämpfe, Muskellähmungen (besonders im Gesicht und
Beinen) und Atembeschwerden verursachen, die innerhalb kurzer Zeit zu Atemstillstand
und Tod führen können. Nach versehentlicher Einnahme von Strychnin
muss sofort ein Arzt aufgesucht werden!
Man hört immer wieder, dass mit Strychnin versetzte Ecstasypillen im
Umlauf sind. Tatsächlich kann man hier nur von vereinzelten Fällen
sprechen. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass Strychnin oder
andere Gifte in Pillen enthalten sind.
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