Geschlechtskrankheiten

Die meisten Menschen haben irgendwann einmal mit sexuell übertragbaren Infektionen (STI – Sexuelly Transmitted Infections) zu tun. Weit verbreitet sind z.B. Chlamydien, Genitalherpes, Trichomonaden und Feigwarzen (HPV-Infektionen). Auch Tripper (Gonnorrhö) und Syphilis kommen heute wieder häufiger vor. Die möglichen Folgen reichen von lästigem Jucken bis hin zur lebensbedrohlichen Erkrankung.

 

Das Wichtigste über Geschlechtskrankheiten

  • Geschlechtskrankheiten werden beim Sex übertragen. Das sind z.BChlamydien, Tripper und Syphilis.
  • V.a. beim Vaginal-, Anal- und Oralverkehr werden diese übertragen, aber auch bei anderen Praktiken, z.B. beim gemeinsamen Benutzen von Sexspielzeug. 
  • Kondome senken das Risiko einer Infektion, schützen aber nicht vollständig. 
  • Oft machen Geschlechtskrankheiten keine Symptome. Wenn Symptome auftreten, sind das z.B. Ausfluss, Jucken oder Hautveränderungen an den Genitalien und am After. 
  • Geschlechtskrankheiten lassen sich i.d.R. gut mit Antibiotika behandeln. Unbehandelt können sie schwere gesundheitliche Folgen haben. 
  • Man sollte sich daher regelmäßig (mindestens einmal im Jahr) auf Geschlechtskrankheiten untersuchen lassen.

 

Testen gehört dazu

Wer sexuell aktiv ist und wechselnde Partner/innen hat, sollte sich mindestens einmal im Jahr auf unentdeckte Infektionen (z.B. Tripper, Syphilis und Chlamydien) testen lassen. Den Bluttest bei Syphilis und die Abstriche oder Urintests bei Tripper und Chlamydien kann man bei Gesundheitsämtern, Aidshilfen oder beim Hausarzt bzw. Gynäkologen machen lassen.

S.A.M. Heimtest

Um Infektionen früher zu erkennen und um die Hemmschwellen zu senken, wird in Bayern der S.A.M Heimtest (S.A.M. steht für Sampling, englisch: Probenentnahme) angeboten, der sich in seiner einjährigen Testphase bewähren soll. Ist das Projekt erfolgreich, wird es später auf ganz Deutschland ausgeweitet.

Der Test ist schnell und einfach zu Hause vorzunehmen. Blut- und Urinproben sowie Abstriche werden selbst entnommen und dann ins Labor geschickt. Hierfür wird mit dem Testkit auch gleich alles für den Versand mitgeliefert. So einfach und schnell ist der Test auf HIV und Geschlechtskrankheiten gemacht.

Mit S.A.M kannst man sich regelmäßig auf HIV, Syphilis, Gonorrhö (Tripper) und Chlamydien testen. Die Test-Kits werden in einem diskreten Umschlag an eine Adresse deiner Wahl geliefert. Die Probenröhrchen, die du ins Labor sendest, enthalten keine persönlichen Daten, sie sind mit einer Code-Nummer versehen.

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STI-Erreger

So vielfältig sexuell übertragbare Infektionen (STI) sind, so vielfältig sind auch ihre Auslöser – von kleinsten, unsichtbaren Partikeln bis hin zu Insekten, die man mitunter sogar mit bloßem Auge erkennen kann. Doch egal ob’s juckt, brennt oder weh tut – hinter einer STI steckt immer ein spezifischer Erreger: Parasiten, Bakterien, Viren oder Pilze.

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Syphilis

Syphilis, auch Lues genannt, ist weltweit verbreitet und wird durchBakterien hervorgerufen. Das Erscheinungsbild der Krankheit ist sehr vielfältig. Eine Syphilis verursacht oft keine Symptome, oder diese werden nicht erkannt, oder sie verschwinden wieder. Die Bakterien bleiben aber im Körper und können nach einiger Zeit schwere gesundheitliche Schäden verursachen. Eine Syphilis wird durch einen Bluttest festgestellt. Man kann sie gut mit Antibiotika behandeln und heilen.

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Tripper (Gonorrhö)

Die Gonorrhö, auch Tripper genannt, wird durch Bakterien hervorgerufen. Sie kommt weltweit sehr häufig vor und kann sich durch Jucken und Brennen bemerkbar machen. In Europa sind vor allem junge Menschen betroffen. Häufig zeigt die Erkrankung gar keine Symptome – besonders, wenn sie sich im Rachen oder Enddarm befindet. Ein Tripper lässt sich durch einen Abstrich oder Urintest feststellen und wird mit Antibiotika behandelt.

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Chlamydien

Die Chlamydien-Infektion gehört weltweit und auch in Deutschland zu den häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen (STI). Sie wird durch bestimmte Bakterien verursacht, die vor allem beim ungeschützten Sex über die Schleimhäute weitergegeben werden. Betroffen sind vor allem Jugendliche und junge Erwachsene – sowohl Frauen als auch Männer. Sie werden oft nicht bemerkt und führen vor allem zu Entzündungen der Harnröhre oder des Enddarms, treten aber auch im Mund- und Rachenraum auf.  Sie werden durch einen Abstrich oder Urintest festgestellt und mit Antibiotika behandelt.

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Trichomonaden

Die Trichomonaden-Infektion, auch Trichomoniasis genannt, wird durch einzellige Parasiten ausgelöst. Sie kommt weltweit sehr häufig vor – sowohl bei Frauen als auch bei Männern. Die Trichomonaden-Infektion löst bei den meisten Männern und bei rund einem Viertel der Frauen oft nur leichte oder gar keine Beschwerden aus. Viele merken daher gar nicht, dass sie sich angesteckt haben, und geben die Infektion weiter, ohne es zu wissen.

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Hepatitis A, B, C

Bei Hepatitis A, B und C handelt es sich um eine durch Viren ausgelöste Entzündung der Leber. Im Unterschied zu Hepatitis A kann Hepatitis B unter Umständen chronisch, also dauerhaft anhaltend werden und dann langfristig schwere gesundheitliche Folgen haben. Der Krankheitsverlauf ist bei Kindern und Erwachsenen unterschiedlich: Bei Kindern verläuft die Infektion meist unbemerkt, Erwachsene hingegen leiden oft Wochen oder sogar Monate an den Beschwerden.

Bei Hepatitis A kommt es häufig zu einer sog. Gelbsucht mit Gelbfärbung von Haut. Hepatitis C nimmt im Unterschied zu Hepatitis A und B sehr häufig einen chronischen, also dauerhaft anhaltenden Verlauf.

Hepatitis C wird durch den Kontakt mit infiziertem Blut weitergegeben. Das geschieht beim Sex meist durch Praktiken, bei denen es zu kleinen und manchmal unbemerkten Verletzungen kommen kann, etwa bei ungeschütztem Analsex, aber auch bei ungeschütztem Vaginalsex. Da es gegen Hepatitis C keine Impfung gibt, besteht die einzige Schutzmöglichkeit in der Verwendung von Kondomen.

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HPV und Feigwarzen

Feigwarzen sind eine der häufigsten Geschlechtskrankheiten. Es handelt sich um kleine warzenartige Wucherungen im Genital- und Analbereich, seltener auch im Mund. Verursacht werden sie von Humanen Papilloma-Viren (HPV). Davon gibt es sehr viele verschiedene Arten. Einige – die sog. Niedrigrisiko-Typen -, können lästige, aber weitgehend ungefährliche Feigwarzen verursachen. Andere – die sog. Hochrisiko-Typen, können dazu führen, dass sich Zellen des Körpers verändern. Dadurch kann nach vielen Jahren Krebs entstehen. Sie sind maßgeblich an der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs und Analkrebs beteiligt.

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Herpes

Herpes, genauer gesagt Herpes simplex, ist sehr bekannt und verbreitet. Es gibt zwei verschiedene Arten: Lippenherpes und Genitalherpes. Wobei Lippenherpes auch auf Scheide, Penis oder Po weitergegeben wird, ebenso wie umgekehrt Genitalherpes auch auf den Mund- und Rachenbereich übertragen werden kann. Übertragungswege sind v.a.: ungeschützter Vaginal-, Anal, und Oralsex.

Bei Bläschen im Mundraum oder an den Lippen kann Herpes auch durch Küssen weitergegeben werden. Einen vollständigen Schutz vor einer Infektion mit Herpes gibt es nicht. Doch die Verwendung von Kondomen kann das Risiko einer Ansteckung senken.

Typische Beschwerden bei einem akuten Herpes-Schub sind brennende, juckende und schmerzende Bläschen mit wässrigem Inhalt. Herpes hat in der Regel keine schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen. Die Herpes-Bläschen verkrusten nach einigen Tagen und heilen in zwei bis drei Wochen von alleine ab.

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Krätze

Die Krätze, auch Skabies genannt, wird durch bestimmte Parasiten, die sog. Krätzmilben, hervorgerufen. Krätze hat in der Regel keine schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen, ist aber durch den starken Juckreiz sehr unangenehm. Außerdem steigt durch aufgekratzte Hautstellen das Risiko, sich gerade beiungeschütztem Sex anzustecken.

Krätze ist gut behandelbar. Das geschieht durchspezielle Cremes, die auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen werden und für mehrere Stunden einwirken müssen.

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Filzläuse

Filzläuse, auch Schamläuse genannt, sind kleine Insekten, die sich vor allem in der Schambehaarung im Intimbereich, aber auch in der Brust- und Achselbehaarung einnisten. Filzläuse werden durch engen Körperkontakt, meist beim Sexübertragen. Es ist aber auch möglich, dass Filzläuse indirekt über gemeinsam benutzte Bettwäsche oder Handtücher verbreitet werden. Da bereits enger Körperkontakt für eine Übertragung der Filzläuse ausreicht, gibt es keinen sicheren Schutz vor einer Ansteckung. Mögliche Krankheitsanzeichen: Juckreiz, Rötungen, Haut-Entzündungen.

Ein Befall mit Filzläusen ist gut behandelbar. Dazu werden spezielle Cremes verwendet, die für mehrere Stunden einwirken müssen und die Parasiten abtöten.

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Weitere STI

Neben den bekannteren sexuell übertragbaren Infektionen (STI) wie Syphilis oder Tripper gibt es noch eine Reihe weiterer Geschlechtskrankheiten, die beim Sex übertragen werden. Dazu gehören zum Beispiel Darmparasiten.

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Sich testen lassen

Vor Geschlechtskrankheiten gibt es keinen absolut sicheren Schutz. Auch Kondome können das Ansteckungsrisiko nur reduzieren, aber nicht ausschließen. Manchmal zeigen Geschlechtskrankheiten keine Symptome. Deshalb sollte man sich mindesten einmal im Jahr testen lassen.

 

Wo kann ich mich testen lassen?

Viele Gesundheitsämter, Aidshilfen und schwule Projekte bieten anonyme Tests auf Geschlechtskrankheiten an. Die Kosten variieren je nach Test und Teststelle, liegen aber meistens zwischen 5 und 20 Euro je Test. Manchmal gibt es auch kostenlose Angebote. Auch beim Hausarzt bzw. Gynäkologen sind Tests auf Geschlechtskrankheiten möglich. Bei einem Verdacht übernimmt die Krankenkasse die Kosten.

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