Streckmittelwarnungen

Unter Streckstoffen versteht man Substanzen, die Rauschdrogen teilweise beigemengt werden, um deren Gewichtsmasse zu vergrößern und die Gewinnspanne zu steigern. Der Reinheitsgrad einer Substanz wird dadurch gesenkt.

Streckstoffe können oftmals unerwünschte, sehr unangenehme und teilweise auch lebensbedrohliche Nebenwirkungen zur Folge haben!

Nachfolgend eine Übersicht mit ausführlichen Infos zu verschiedenen Streckmitteln und Research-Chemicals von A bis Z

1B-LSD

1B-LSD (1-Butanoyl-Iysergsäurediethylamid) ist ein LSD-Derivat und sowohl ein 1P-LSD als auch ein ALD-52-Homolog mit psychedelischer Wirkung. Die Substanz ist erst seit wenigen Wochen am Markt, sodass es nur wenige Erfahrungsberichte von Konsumenten über Wirkungen gibt. Wie bei 1P-LSD wird vermutet, dass es im Körper zu LSD umgewandelt wird. Da es sich um ein kaum erforschtes Research Chemical handelt, können keine zuverlässigen Aussagen über Risiken und Langzeitfolgen gemacht werden. Vom Konsum wird abgeraten!

1P-LSD

1P-LSD (1-Propionyl-Iysergsäurediethylamid) ist ein LSD-Derivat und ALD-52-Homolog mit psychedelischer Wirkung und geringerer Potenz im Vergleich zu LSD. Es wird vermutet, dass 1P-LSD im Körper zu LSD umgewandelt wird. Da es sich um ein kaum erforschtes Research Chemical handelt, können keine zuverlässigen Aussagen über Risiken und Langzeitfolgen gemacht werden. Vom Konsum wird abgeraten!

2C-B / 2C-I

2C-B (4-bromo-2,5-dimethoxyphenethylamin) und 2C-I (2,5-Dimethoxy-4-Iod- Phenylethylamin) sind rein synthetische Substanzen und gehören zur Gruppe der Phenethylamine. Die Wirkung wird als Kombination der Effekte von MDMA und LSD beschrieben. Das ist jedoch nicht ganz korrekt, da 2C-B/ 2C-I weniger dissoziativ, (d.h. Geist wird getrennt vom Körper und/oder Umwelt erlebt) als LSD ist.
Im Vergleich zu MDMA ist die Wirkung weniger vorhersehbar und wird nicht unbedingt positiv wahrgenommen. 2C-B/ 2C-I verursacht starke Halluzinationen (farbige Muster, Auren), sowohl bei geöffneten als auch bei geschlossenen Augen. User berichten von einem sehr intensiven Körpergefühl („body tripping“), das als überwiegend unangenehm und beängstigend empfunden wird. Beide Substanzen sind für Personen ohne psychedelische Erfahrungen nicht geeignet!
2C-B taucht immer wieder in Ecstasypillen auf. Daher gilt: Immer erst ein Viertel/ Drittel der Pille antesten. Sollte die Wirkung unerwartet anders ausfallen (psychedelisch), auf ein Nachlegen unbedingt verzichten. Wir raten vom Konsum ab!

2C-E

2C-E (2,5-Dimethoxy-4-ethylphenethylamin) ist eine rein synthetische Substanz und gehört zur Gruppe der Phenethylamine. 2C-E wirkt ähnlich wie 2C-B, aber nicht gleich. 2C-E und 2C-P gelten als die stärksten Substanzen der 2C-X Derivate. Bereits bei geringer Dosierung entfalten sie eine extrem starke, psychedelische Wirkung, die bis zu 12 Stunden anhalten kann. User berichten, dass die Wirkung von 2C-E leicht überfordern kann. Das Hochkommen und der Höhepunkt des Rausches werden von Usern nicht selten als heftig und unangenehm empfunden. Der 2C-E Rausch wird als stark visuell beschrieben, die Pseudohalluzinationen als geometrisch und komplex. Die Substanz ist auf keinen Fall für Anfänger in Sachen Psychedelika geeignet! 2-CE ist auch schon in Ecstasypillen aufgetaucht, daher gilt: Immer erst ein Viertel/ Drittel Pille antesten und mindestens 2 Stunden abwarten. Sollte die Wirkung unerwartet anders ausfallen (psychedelisch), auf ein Nachlegen unbedingt verzichten.
Achtung: Es ist bereits ein Todesfall durch Überdosierung bekannt!
Wir raten dringend vom Konsum ab!

2C-H

2C-H (2,5-Dimethoxyphenetylamin, DMPEA) ist eine selten vorkommende Substanz aus der Gruppe der Phenethylamine. Trotz seiner Verwandtschaft mit 2C-B besitzt 2C-H keine psychedelischen oder psychoaktiven Eigenschaften und wird hauptsächlich als Vorläuferstoff in der Synthese von anderen 2C-Verbindungen (z.B. 2C-B) verwendet. Da es sich um ein wenig erforschtes Research Chemical handelt, können keine zuverlässigen Aussagen über Risiken und Langzeitfolgen gemacht werden. Vom Konsum wird dringend abgeraten!

2C-P

2C-P (2,5-Dimethoxy-4-propylphenethylamin) ist eine rein synthetische Substanz und gehört zur Gruppe der Phenethylamine. 2C-P ist in seiner Wirkung stärker als 2C-B, es hat eine extrem lange Wirkdauer (bis zu 16 Stunden) und führt zu starken Halluzinationen. Besonders problematisch ist der späte Wirkungseintritt (bis zu 3 Stunden!). Dadurch besteht die Gefahr, dass nachdosiert und somit ungewollt eine zu große Menge 2C-P eingenommen wird.
2C-P verursacht starke Halluzinationen, sowohl bei geöffneten als auch bei geschlossenen Augen. Oft nimmt man dabei geometrische Muster wahr oder sieht, wie sich die Umgebung verändert. Man kann aber auch konkrete Objekte sehen. 2C-P wirkt auch leicht stimulierend und empathogen. Es kann zu einer Körper-Geist-Trennung, Euphorie, Visionen und gesteigerten Sinneswahrnehmungen kommen. Die Wirkungsintensität variiert von Person zu Person sehr. Die Substanz ist auf keinen Fall für halluzinogen-unerfahrene Personen geeignet! 2-CE ist auch schon in Ecstasypillen aufgetaucht, daher gilt: Immer erst ein Viertel/ Drittel Pille antesten und mindestens 2 Stunden abwarten. Sollte die Wirkung unerwartet anders ausfallen (psychedelisch), auf ein Nachlegen unbedingt verzichten. Wir raten vom Konsum ab!

2,5-DMA

2,5-DMA (2,5-Dimethoxyamphetamine) ist das 2C-H-Homolog aus der Gruppe der Phenylalkylamine. Die Wirkung wird als stark physisch stimulierend, aber als wenig psychedelisch oder sensorisch beschrieben. Das bei Menschen wenig erforschte 2,5-DMA dient wohl hauptsächlich als Vorläuferstoff für andere psychoaktiv wirksamere Substanzen. Da es sich um eine unerforschte Substanz handelt, können bisher keine zuverlässigen Aussagen über Risiken und Langzeitfolgen gemacht werden. Wir raten vom Konsum ab!

2-MXP

2-MXP (Methoxphenidin) ist strukturell verwandt mit Ketamin und MXE (Methoxetamin) und gehört zur Gruppe der Dissoziativa. Es kommt zu einer Veränderung der Sinnes- und Körperwahrnehmungen und zu optischen Halluzinationen. Diese sind im Vergleich zu LSD jedoch dunkler und bedrohlicher. User berichten von Nahtod-Erfahrungen, Körper-Geist-Trennungen und Tunnelvisionen. Diese intensiven Rauscherfahrungen können den User schnell überfordern und somit Angst- und Panikattacken auslösen. Gleichzeitig kommt es zu Koordinationsstörungen und Schmerzunempfindlichkeit. Dadurch besteht ein hohes Unfallrisiko! Wir raten vom Konsum ab!

2-MMC

2-MMC (2-Methylmethcathinon) ist ein Cathinon mit struktureller Ähnlichkeit (Positionsisomer) mit Mephedron. Konsumentenberichten zufolge ist die Wirkung eher mit 2-FA oder Amphetamin und weniger mit Mephedron vergleichbar. Da es sich um ein kaum erforschtes Research Chemical handelt, können keine zuverlässigen Aussagen über Risiken und Langzeitfolgen gemacht werden. Vom Konsum wird abgeraten!

3-FPM

3-FPM (3-Fluorphenmetrazin) gehört zur Stoffgruppe der Phenethylamine. Es ist erst seit 2014 als Upper (Stimulanz) auf dem Research Chemical-Markt. Die Substanz hat eine aufputschende und euphorisierende Wirkung. Diese wird von Usern als weniger stark wie Amphetamin und Kokain empfunden. Stark ausgeprägt ist die aphrodisierende Wirkung. 3-FPM erzeugt ein starkes Craving (Suchtdruck) und hat wie alle Stimulanzien ein hohes Suchtpotential, da die Droge leicht in den Alltag zu integrieren ist. Es gibt kaum Informationen zu den Risiken, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen. Daher raten wir dringend vom Konsum ab!

3-MMC

3-MMC (3-Methylmethcathinon) ist ein Cathinon-Derivat mit stimulierender Wirkung. Strukturell ist 3-MMC mit dem bekannteren Cathinon-Derivat Mephedron (4-MMC) verwandt, was auf eine ähnliche Wirkungsweise schließen lässt: 3-MMC wirkt euphorisierend, empathogen und stimulierend. Achtung: 3-MMC wurde – wie die meisten Research Chemicals – bisher noch nicht am Menschen erforscht. Zu möglichen Langzeitfolgen gibt es derzeit keine gesicherten und zuverlässigen Informationen. Die Substanz steht im Verdacht stark neurotoxisch zu sein. Je höher die Dosis, umso größer das neurotoxische Potential (Gefahr für Hirnschäden!). Aufgrund des starken, unkontrollierten Drangs immer wieder Nachzulegen, besteht – ähnlich wie bei anderen Cathinonen – ein sehr hohes Suchtpotential! Vom Konsum wird dringend abgeraten!

4-AcO-DMT

4-AcO-DMT (Psilacetin) ist eine synthetische Substanz mit psychedelischer Wirkung. Es wird davon ausgegangen, dass 4-AcO-DMT wie auch Psilocybin im Körper zu Psilocin (aktiver Inhaltsstoff in Magic Mushrooms) verstoffwechselt werden, sodass eine ähnliche Wirkung erwartet wird.5 Da es sich um aber ein kaum erforschtes Research Chemical handelt, können keine zuverlässigen Aussagen über Risiken und Langzeitfolgen gemacht werden.

4-AcO-MET

4-AcO-MET (Metacetin) ist ein weniger verbreitetes Tryptamin mit psychedelischer Wirkung. Es ist strukturell verwandt mit 4-AcO-DMT, wird Konsumentenberichten zufolge aber als weniger intensiv in der Wirkung beschrieben. Es wird angenommen, dass es im Körper zu 4-HO-MET verstoffwechselt wird und daher auch eine damit vergleichbare Wirkung hat. Da es sich wie bei den meisten neuen psychoaktiven Substanzen um eine kaum erforschte Substanz handelt, können bisher keine zuverlässigen Aussagen über Risiken und Langzeitfolgen gemacht werden. Vom Konsum wird abgeraten!

4-AcO-MiPt

4-AcO-MiPt (Mipracetin) ist ein synthetisches Tryptamin mit psychedelischer Wirkung und struktureller Ähnlichkeit zu 4-Aco-DMT. Da es sich um ein bislang kaum erforschtes Research Chemical handelt, dessen Konsum wenig verbreitet ist und erst eine kurze Geschichte hat, können keine zuverlässigen Aussagen über Risiken und Langzeitfolgen gemacht werden. Vom Konsum wird abgeraten!

4-CEC

4-CEC (4-Chlorethcathinon) gehört zur Gruppe der Cathinone und hat eine stimulierende Wirkung. Strukturell ist 4-CEC mit Mephedron verwandt. Achtung: Bei 4-CEC handelt es sich um eine unerforschte Substanz, die im Verdacht steht stark neurotoxisch zu sein. Je höher die Dosis, umso größer das neurotoxische Potential (Gefahr für Hirnschäden!). Zu möglichen Langzeitfolgen gibt es derzeit keine gesicherten und zuverlässigen Informationen.
Aufgrund des starken, unkontrollierten Drangs immer wieder Nachzulegen, besteht – ähnlich wie bei anderen Cathinonen – ein sehr hohes Suchtpotential. Vom Konsum wird dringend abgeraten!

4-FA

4-FA (4-Fluoramphetamin) gehört zur Gruppe der Phenethylamine und ist innerhalb dieser Gruppe ein Amphetamin. Es hat eine stimulierende, entaktogene und empathogene Wirkung. Einige User beschreiben die stimulierende Wirkung der Droge stärker als bei „Speed“ (Amphetamin) und die euphorisierende, gefühlsbetonte Wirkung weniger stark als bei Ecstasy (MDMA). Andere wiederum beschreiben auch die stimulierende Wirkung als weniger ausgeprägt im Vergleich zu Amphetamin. 4-FA kommt immer wieder in Ecstasypillen auf und wird häufig als Streckstoff/ Ersatzstoff in Amphetamin (Speed) verwendet. Es gibt Studien, die auf eine erhöhte Neurotoxizität hinweisen! Wir raten dringend vom Konsum ab!

4-FMC

4-FMC (4-fluoromethcathinone, Flephedron) gehört zu Stoffgruppe der Cathinone. Es hat eine stark stimulierende Wirkung, erzeugt starke Euphorie, gesteigerten Rededrang, klares Denken, erhöhte Leistungsfähigkeit und veränderte Sinneswahrnehmungen. Die euphorischen Effekte sind dabei schwächer ausgeprägt. User beschreiben die Wirkung als mephedron-ähnlich, wobei die Wirkdauer bei Flephedron als länger beschrieben wird. Konsumenten klagen in Berichten über starke Verwirrtheitszustände und paranoide Wahnvorstellungen. Nach dem Konsum kommt es häufig zu starken Kopfschmerzen sowie Nieren- bzw. Leberschmerzen.
Achtung: Bei 4-FMC handelt es sich um eine unerforschte Substanz, die im Verdacht steht stark neurotoxisch zu sein. Je höher die Dosis, umso größer das neurotoxische Potential (Gefahr für Hirnschäden!). Wir raten dringend vom Konsum ab!

4-HO-MET

4-HO-MET (Metocin) ist eine synthetische Substanz aus der Gruppe der Tryptamine. Das Wirkspektrum wird als psychedelisch und halluzinogen beschrieben, im Vergleich zu anderen Halluzinogenen ein wenig tiefes Psychedelikum. Der Rauschzustand wird sehr subjektiv, d.h. von Person zu Person sehr unterschiedlich wahrgenommen. Es kommt zu Visionen bei geschlossenen und offenen Augen, das Hören ist verändert, das Zeitgefühl verändert (meist verlangsamt), starke Euphorie, aphrodisierend, intensives Körpergefühl (Bodyload).
Da es sich wie bei den meisten neuen psychoaktiven Substanzen um eine kaum erforschte Substanz handelt, können bisher keine zuverlässigen Aussagen über Risiken und Langzeitfolgen gemacht werden. Wir raten vom Konsum ab!

4-HO-MiPT

4-HO-MiPT (Miprocin) ist ein synthetisches Tryptamin mit psychedelischer Wirkung. Da es sich um ein sehr wenig erforschtes Research Chemical handelt, dessen Konsum wenig verbreitet ist und erst eine kurze Geschichte hat, können keine zuverlässigen Aussagen über Risiken und Langzeitfolgen gemacht werden. Wir raten vom Konsum ab!

4-MEC

4-MEC (4-Methylethcathinon) gehört innerhalb der Gruppe der Amphetamine zu den Cathinon-Derivaten. Es wird hauptsächlich als „Mephedron-Ersatz“ vermarktet. Im Vergleich zu Mephedron ist die Wirkung weniger euphorisch und empathogen, dafür stärker stimulierend. Es besteht meist ein starker, unkontrollierter Drang zum Nachlegen (Craving).
Konsumentenberichten zufolge kann sich die Körpertemperatur unangenehm verändern, von Kälteempfinden bis hin zu hoher Körpertemperatur.
Achtung: 4-MEC wurde – wie die meisten Research Chemicals – bisher noch nicht am Menschen erforscht. Die Substanz steht jedoch im Verdacht stark neurotoxisch zu sein. Je höher die Dosis, umso größer das neurotoxische Potential (Gefahr für Hirnschäden!). Wir raten dringend vom Konsum ab!

4-MMC

4-MMC (Methylmethcathinon) auch Mephedron genannt, gehört innerhalb der Gruppe der Amphetamine zu den Cathinon-Derivaten. Mephedron hat eine stimulierende und stark entaktogene Wirkung. Es besteht meist ein starker, unkontrollierter Drang zum Nachlegen (Craving). Häufiger und hochdosierter Konsum von Mephedron kann Durchblutungsstörungen hervorrufen. Diese können zu blauen Ellbogen, Knien und Lippen führen. In hohen Dosen sind psychotische Reaktionen und Wahnvorstellungen möglich. Nach häufigem Konsum gibt es Berichte von anhaltender depressiver Verstimmung (über den üblichen ein/zwei Tage dauernden Zeitraum eines typischen „MDMA-Hangovers“ hinaus). Bei langfristigem und regelmäßigen Konsum ist eine Verschlechterung der Konzentration und der Gedächtnisleistung möglich. Zudem wird Mephedron ein hohes psychisches Abhängigkeitspotential nachgesagt. Wir raten vom Konsum ab!

4-MA

4-MA (4-Methylamphetamin) ist ein synthetisches Phenethylamin und eng mit Amphetamin verwandt. Vertrieben wird 4-MA als weißes Pulver oder als weiß bis weiß-gelbliche Paste. 4-MA wird allerdings auch in Flüssigkeiten nachgewiesen und zu einem geringeren Grad in Tabletten bzw. Pillen.
Es bewirkt – ähnlich wie MDMA – eine Ausschüttung der Neurotransmitter Dopamin, Noradrenalin und Serotonin. Auch die Wirkung ist MDMA-ähnlich, d.h. euphorische Effekte sind wahrscheinlich. Die Antriebssteigerung ist vergleichsweise stark und eher mit Amphetamin vergleichbar. 4-MA wirkt vermutlich schon in sehr geringen Dosen. Ein Nachlegen kann sehr negative Effekte – bis hin zum Serotoninsyndrom – bewirken.
4-MA wird oft als „Speed-Ersatz“ bzw. Amphetamin verkauft. Gelegentlich taucht es auch in Ecstasy-Pillen auf. Hierbei kann es zu lebensgefährlichen Verwechslungen kommen, da Konsumenten nicht wissen, welche Substanz sie einnehmen. Zu den Nebenwirkungen zählen Überhitzung, erhöhter Blutdruck, Appetitverlust, Übelkeit, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, paranoide Zustände und Angstzustände sowie Depressionen.
Achtung: Der Konsum von 4-MA kann tödlich enden. Bei 4-MA handelt es sich um eine bislang unerforschte Substanz, über die keine Langzeitstudien vorliegen und die im Verdacht steht, sehr stark neurotoxisch zu sein.
Im Zusammenhang mit 4-MA gab es europaweit bereits mehrere Todesfälle!
Vom Konsum wird strikt abgeraten!

4-MPD

4-MPD (4-Methylpentedron) ist ein Stimulanz aus der Gruppe der Cathinone mit struktureller Ähnlichkeit zu Mephedron und Pentedron. Das Wirkspektrum wird zwar als ähnlich jedoch geringer im Vergleich zu Pentedron beschrieben. 4-MA wird häufig als „Speed-Ersatz“ verkauft oder als Streckmittel verwendet. Gelegentlich taucht es auch in Ecstasypillen auf. Achtung: Der Konsum von 4-MA kann tödlich enden. Bei 4-MA handelt es sich um eine bislang unerforschte Substanz, über die keine Langzeitstudien vorliegen und die im Verdacht steht sehr stark neurotoxisch zu sein. Vom Konsum wird strikt abgeraten! Im Zusammenhang mit 4-MA gab es europaweit bereits mehrere Todesfälle! Wir raten dringend vom Konsum ab!

5-APB

5-APB (5-(2-Aminopropyl)benzofuran) ist ein Empathogen mit stimulierender, euphorisierender, emphatischer und leicht psychedelischer Wirkung. Die Droge wird auch „Benzofury„ genannt. Paradoxerweise hat die Substanz auch einen sedierenden/ schlaffördernden Effekt. Die Wirkung ist mit MDA vergleichbar. Aufgrund seines Wirkprofils stellt die Substanz einen potentiellen Streckstoff als günstigen MDMA-Ersatz dar. Das Abhängigkeitspotential ist mit dem von MDMA zu vergleichen, geringer als bei haupsächlich dopamin- und noradrenalinergen Uppern wie Amphetamin. Einige User beschreiben das Hochkommen als unangenehm, es kommt zu einem starken Bodyload, manchmal treten auch Paranoia und Dysphorie auf. 5-APB wirkt kardiotoxisch. Neurotoxizität ist bisher nicht bestätigt, kann aber nicht ausgeschlossen werden. Wir raten vom Konsum ab!

5-Meo-DET

5-Meo-DET (5-methoxy-N,N-diethyltryptamin) gehört zur Gruppe der Tryptamine und hat eine halluzinogene Wirkung. Es wirkt ähnlich wie 5-MeO-MIPT, soll jedoch bei gleicher Dosierung stärker wirken. Es gibt kaum Informationen zu den Risiken, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen, daher raten wir vom Konsum ab!

5-Meo-DMT

5-Meo-DMT (Changa, Ayahuasca) ist ein Tryptamin-Alkaloid mit stark halluzinogener Wirkung. Der Wirkstoff kommt in etlichen Pflanzen vor, wird jedoch auch synthetisch hergestellt. 5-MeO-DMT führt zu starkem Kontrollverlust! Deshalb ist es als Partydroge völlig ungeeignet. User sprechen von einem eher „dunklen“ Rauschzustand. Besonders bei hohen Dosierungen kann es zu Panik, Angst und Orientierungslosigkeit kommen. Während der Wirkung kann es zu kurzer Bewusstlosigkeit kommen, das Reaktionsvermögen ist ausgeschaltet. Aufgrund dieser Nebenwirkung sollte die Substanz nur im Sitzen oder Liegen konsumiert werden. 5-MeO-DMT sollte auf keinen Fall mit Stimulanzien eingenommen werden!
Es gibt kaum Informationen zu den Risiken, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen, daher raten wir dringend vom Konsum ab!

5-Meo-MIPT

5-Meo-MIPT (Moxy) ist eine rein synthetische, halluzinogene Substanz aus der Stoffklasse der Tryptamine. Der Wirkstoff ist strukturell verwandt mit 5-MeO-DiPT und MiPT. Es ist eines der verbreiteteren und bekannteren neuen, psychedelischen Tryptamine. Da es sich um eine bislang unerforschte Substanz handelt, gibt es keine verlässlichen Informationen zu den Risiken und Langzeitfolgen. Vom Konsum wird strikt abgeraten!

25B-NBOMe

25B-NBOMe gehört zur Gruppe der Phenethylamine und ist strukturell mit 2C-B verwandt. Die Dosierung ist sehr schwer einzuschätzen und somit die Gefahr von Überdosierungen relativ groß. Laut Konsumenten-Berichten wirken NBOMes von Mal zu Mal sehr unterschiedlich. Auch bei gleicher Dosierung lässt sich die Wirkung nicht vorhersagen. Durch den Konsum kann es zu peripheren Gefäßverengungen kommen, welche medizinisch behandelt werden müssen. Symptome sind: Taubheitsgefühl und blau Anlaufen der Finger, Lippe, Nase, Arme und Beine. Das Taubheitsgefühl kann bis zu einer Woche nach dem Konsum anhalten. Vom Konsum wird strikt abgeraten!

25C-NBOMe

25C-NBOMe gehört zur Gruppe der Phenethylamine und ist strukturell mit 2C-C verwandt. Die Dosierung ist sehr schwer einzuschätzen und somit die Gefahr von Überdosierungen relativ groß. Laut Konsumenten-Berichten wirken NBOMes von Mal zu Mal sehr unterschiedlich. Auch bei gleicher Dosierung lässt sich die Wirkung nicht vorhersagen. Durch den Konsum kann es zu peripheren Gefäßverengungen kommen, welche medizinisch behandelt werden müssen. Symptome sind: Taubheitsgefühl und blau Anlaufen der Finger, Lippe, Nase, Arme und Beine. Das Taubheitsgefühl kann bis zu einer Woche nach dem Konsum anhalten. Vom Konsum wird strikt abgeraten!

25I-NBOMe

25I-NBOMe gehört zur Gruppe der Phenethylamine und ist strukturell mit 2C-I verwandt. Die Dosierung ist sehr schwer einzuschätzen und somit die Gefahr von Überdosierungen relativ groß. Laut Konsumenten-Berichten wirken NBOMes von Mal zu Mal sehr unterschiedlich. Auch bei gleicher Dosierung lässt sich die Wirkung nicht vorhersagen. Durch den Konsum kann es zu peripheren Gefäßverengungen kommen, welche medizinisch behandelt werden müssen. Symptome sind: Taubheitsgefühl und blau Anlaufen der Finger, Lippe, Nase, Arme und Beine. Das Taubheitsgefühl kann bis zu einer Woche nach dem Konsum anhalten. Vom Konsum wird strikt abgeraten!

ALD-52

ALD-52 (1-Acetyl-LSD, 1-Acetyl-D-lysergsäurediethylamid) ist eine halluzinogen wirkende Substanz aus der Gruppe der Ergoline (wie auch LSD). Bei ALD-52 handelt es sich um ein kaum erforschtes Research Chemical, zu dem bisher keine zuverlässigen Aussagen über Risiken und Langzeitfolgen gemacht werden können. User berichten von einer Potenz und Wirkung, die mit LSD vergleichbar sind. Vom Konsum wird abgeraten!

Amitriptylin

Amitriptylin ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der trizyklischen Antidepressiva, der in erster Linie zur Behandlung von Depressionen und zur langfristigen Schmerzbehandlung eingesetzt wird.

AMT

AMT (Alpha-Methyltryptamin), auch bekannt als α-MT, AMT oder IT-290, ist eine synthetisch hergestellte, psychoaktive Droge der Tryptamin-Familie. In den 1960ern wurde sie erstmals als Antidepressivum in der Sowjetunion unter dem Namen „Indopan“ vermarktet. Wie bei vielen anderen Tryptaminen lassen sich in erhöhten Dosen psychedelische Effekte erzielen.

Atropin

Atropin findet sich als Wirkstoff in Pflanzen wie der Tollkirsche, dem Stechapfel oder anderen Nachtschattengewächsen. Die Wirkung ist ähnlich der von Ecstasy (MDMA), nur bleiben Euphorie und Glücksgefühle aus. In der Medizin wird Atropin vor allem in der Augenheilkunde eingesetzt – also rein äußerlich. Vergiftungssymptome reichen (wie bei anderen Vergiftungen) von Rötungen der Haut, Mydriasis, Herzrasen und Verwirrtheit bis zu Halluzinationen. Anschließend tritt eine schwere Bewusstlosigkeit ein. Bei einer auftretenden Atemlähmung sind die Vergiftungen in der Regel tödlich.

Benzocain

Benzocain ist ein lokal betäubender Wirkstoff aus der Gruppe der Lokalanästhetika, der über einen schnellen Wirkungseintritt, aber eine relativ kurze Wirkungsdauer verfügt. Die medizinischen Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig (z.B. Behandlung von Haut und Schleimhäuten in Magen und Darm). Unter anderem kommt es in sogenannten „Verzögerungscremen“ zum Einsatz mit Hilfe derer der Liebesakt verlängert werden soll.

Benzodiazepine

Benzodiazepine sind verschreibungspflichtige Medikamente mit angstlösender, krampflösender, beruhigender und schlaffördernder Wirkung. Sie werden u.a. gegen Angst-, Erregungs- und Spannungszustände, Schlafstörungen und Epilepsie eingesetzt. Die Effekte beruhen auf der Verstärkung der Wirkung des hemmenden Neurotransmitters GABA.
Zu den unerwünschten Nebenwirkungen zählen Müdigkeit, Mattheit, Benommenheit und Konzentrationsstörungen sowie Niedergeschlagenheit und Gedächtnislücken. Zudem zeigen sich Störungen in den Bewegungsabläufen, Schwindel und Muskelschwäche, was die Sturzgefahr erhöht. Weitere Nebenwirkungen sind eine langsame oder verwaschene Sprache, Sehstörungen, Übelkeit, Durchfall, Mundtrockenheit, verlangsamte Atmung und Blutdruckabfall.
Bei regelmäßigem Konsum kann es sehr schnell (bereits nach 1 bis 4 Wochen) zu einer psychischen und körperlichen Abhängigkeit kommen. Deshalb sollten Benzodiazepine stets nur für kurze Zeit angewendet werden.

Bisoprolol

Bisoprolol ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der sogenannten „Betablocker“ und wird zur Behandlung von Bluthochdruck und mehreren Herz-Kreislauf-Erkrankungen eingesetzt. Es wird unter anderem als Kombinationspräparat mit Hydrochlorothiazid vertrieben, das heißt in dem Arzneimittel sind beide Wirkstoffe gewollt enthalten.

Brucin

Brucin ist ein mit Strychnin verwandtes Indol-Alkaloid des Brechnuß-Baums (Strychnos nux-vomica). Es ist ein stark bitter schmeckendes Gift (Neurotoxin), das jedoch nur einen Bruchteil der Wirkung des Strychnins aufweist. Es ist im bekannten Pfeilgift « Curare » südamerikanischer Indios enthalten. Als starkes Nervengift lähmt es das zentrale Nervensystem. Bereits in geringen Dosen droht der Tod durch Atemlähmung.

Butylon

Butylon gehört zur Stoffgruppe der Phenylethylamine und ist ein weißes oder braunes, kristallines Pulver, das auf dem Schwarzmark und in Internet-Shops (dort häufig als „Badesalz“) angeboten wird. In der Szenesprache wird die Substanz auch „Mitseez“ genannt.
Butylon wirkt stimulierend und entaktogen, d.h. ähnlich wie MDMA. Jedoch wird die Wirkung als schwer kalkulierbar beschrieben.
Nach der Einnahme von Butylon kann es zu erhöhter Körpertemperatur, Herzrasen, erweiterten Pupillen sowie Kieferkrämpfen kommen. Zudem können unangenehme Nachwirkungen auftreten, u.a. Appetitlosigkeit, Schlafstörungen, Druckkopfschmerzen, Bluthochdruck und Depressionen. Bei regelmäßigem, hochdosierten Konsum kann es zu einer Psychose kommen, die u.a. durch Schlafmangel ausgelöst wird.
Butylon ist eine bislang kaum erforschte Substanz. Vom Konsum wird strikt abgeraten!

Buflomedil

Buflomedil ist eine vasoaktive Substanz, die zur Behandlung von Durchblutungsstörungen angewendet wird (Handelspräparat Loftyl). Nebenwirkungen sind niedriger Blutdruck, „kribbeln“ in den Fingern, Kopfschmerzen, Benommenheit, Schlaflosigkeit. Die therapeutische Dosis liegt bei max. 600 mg / Tag. Es ist nicht davon auszugehen, dass eine psychoakative Wirkung bemerkbar ist.
Es besteht die Gefahr einer Überdosierung, wenn bei Ausbleiben der psychoaktiven Wirkung nachgelegt wird. Bereits im gering übertherapeutischen Bereich muss mit schweren Vergiftungen gerechnet werden. In hohen Dosen können Vergiftungserscheinungen, niedriger Blutdruck, Herzrasen und Kreislaufinsuffizienz auftreten, häufig mit Krampfanfällen. Mischkonsum mit Alkohol kann zu einem verstärkten Blutdruckabfall führen. Über den Mischkonsum mit anderen psychoaktiven Substanzen ist nichts bekannt. Hierbei besteht jedoch die Gefahr, von nicht voraussehbaren Wechselwirkungen.

BZP

BZP (Benzylpiperazin) gehört zur Stoffgruppe der Piperazine und ist in Pulver- oder Pillenform erhältlich. In der Regel wird es geschluckt, in seltenen Fällen gesnieft. Auf dem Schwarzmarkt ist BZP als MDMA-Ersatz häufig in Form von vermeintlichen „Ecstasy-Pillen“ im Umlauf.
Die Wirkung von BZP ist mit der von MDMA vergleichbar, jedoch schwächer. Während des Rausches kann es zu Ruhelosigkeit, Hypernervosität, vermindertem Schlafbedürfnis, Angst, erhöhter Herzfrequenz, Kopfschmerzen, Erbrechen, Verwirrtheit und gesteigerter Aggression kommen. Nach Abklingen der Wirkung treten häufig Magenprobleme / Verdauungsstörungen und Nierenschmerzen auf. Des Weiteren können Schlafstörungen, Verwirrtheit und depressive Verstimmungen auftreten.
Bei Überdosierung kann es zu Schwindel, Krampfanfällen, Zittern, Schweißausbrüchen, Kollaps, Psychosen und zu einem massiven Anstieg der Herzfrequenz und des Blutdrucks kommen. Außerdem sind lebensbedrohliche Komplikationen wie Atemstillstand und Nierenversagen möglich.
BZP ist eine bisher kaum erforschte Substanz. Vom Konsum wird strikt abgeraten!

Carfentanyl

Carfentanyl ist ein Fentanyl-Analogon und wird in der Veterinärmedizin zur Betäubung von großen Wildtieren (z.B. Elefanten) verwendet. Mit seiner extrem hohen Wirkstärke, schon bei geringsten Mengen im Mikrogrammbereich, zählt es zu den potentesten Opioiden. Für Konsumenten sind diese äußerst schwierig bis unmöglich zu dosieren. Carfentanyl wurde bereits mit zahlreichen lebensgefährlichen Überdosierungen in Verbindung gebracht, welche auch zu Todesfällen – in Folge einer Atemdepression - geführt haben. Da es sich generell um eine bei Menschen wenig erforschte Substanz handelt, gibt es kaum Informationen über Risiken und Langzeitfolgen. Wir raten dringend vom Konsum ab!

Clephedron

Clephedron (4-CMC) ist ein noch sehr wenig erforschtes Cathinon-Derivat mit stimulierender Wirkung. Wie bei den meisten Research Chemicals handelt es sich um eine weitgehend unerforschte Substanz, weshalb bis dato keine zuverlässige Aussage über Risiken und Langzeitfolgen möglich ist. Wir raten vom Konsum ab!

Cyclopentylfentanyl

Cyclopentylfentanyl ist ein Fentanyl-Analogon. Wegen seiner chemischen Struktur werden ähnliche Wirkungen wie bei anderen Opioiden vermutet, die unter anderem Schmerzstillung, Euphorie, Sedierung und Verstopfung umfassen. Daten über die Potenz liegen derzeit nicht vor, so dass über Dosierungen keine Aussagen gemacht werden können. Opioide können bei hohen Dosierungen oder in Kombination mit anderen zentraldämpfenden Substanzen (z.B. Alkohol) eine lebensgefährliche Atemdepression hervorrufen. Da es sich generell um eine bei Menschen nicht erforschte Substanz handelt, gibt es keine Informationen über Risiken und Langzeitfolgen. Wir raten dringend vom Konsum ab!

Deschloroketamin

Deschloroketamin (D-Ketamin ist ein dissoziatives Anästhetikum und gehört zur Gruppe der Arylcyclohexylamine. Über spezifische Risiken, Nebenwirkungen und mögliche Langzeitfolgen gibt es derzeit keine Informationen. Deschloroketamin entfaltet ähnliche Wirkungen wie Ketamin, gilt jedoch als potenter. Konsumenten berichten von einer sehr starken, unangenehmen und mitunter überfordernden dissoziativen Wirkung. Motorik und Koordination sind stark beeinträchtigt, bereits normales Gehen fällt schwer, teilweise selbst am Tag nach dem Konsum. Einige User berichten von unnatürlichen, stark verkrampften Haltungen des ganzen Körpers sowie einem Taubheitsgefühl in den Extremitäten. Unbedingt beachtet werden muss die im Vergleich zu Ketamin längere Wirkdauer von bis zu 6 Stunden. Wir raten vom Konsum ab!

Desloratadin

Desloratadin ist ein Arzneimittel mit antihistaminer, antiallergetischer und entzündungshemmender Wirkung. Es wird zur Behandlung von Heuschnupfen (allergischem Schnupfen) oder Nesselfieber angewandt. Häufige Nebenwirkungen sind Mundtrockenheit, Müdigkeit und Kopfschmerzen, sehr selten kann es zu Halluzinationen, Krampfanfällen oder Herzklopfen kommen.

Diltiazem

Diltiazem gehört der Gruppe der Calcium-Antagonisten und wird zur Behandlung von Bluthochdruck oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen angewandt. Diltiazem senkt den Sauerstoffbedarf des Herzmuskels durch Beeinflussung energieverbrauchender Stoffwechselprozesse und durch die Senkung des peripheren Widerstandes (Verminderung der Herzmuskelspannung). Dieser Einfluss auf die glatte Muskulatur äußert sich in einem deutlich blutdrucksenkenden Effekt. Bei der Einnahme von Diltiazem können Nebenwirkungen wie Appetitlosigkeit, Schwindel, Kopfschmerzen, Schwächegefühle, Verlangsamung des Herzschlages, Herzrhythmusstörungen, allergische Reaktionen wie Rötung, Juckreiz oder Hautausschlag, Übelkeit, Schwellung des Gewebes oder Müdigkeit auftreten. Bei Herzschwäche, zu langsamem Herzschlag, tiefem Blutdruck oder Herzrhythmusstörungen ist vom Konsum von Ditliazem abzuraten. Diltiazem wird wahrscheinlich dem Kokain beigemischt, um den kokaininduzierten Bluthochdruck oder Spannungsempfinden zu reduzieren. Dadurch und durch die blutdrucksenkende Eigenschaft besteht die Gefahr eines übermäßigen Konsums, da die Kokain-typischen Nebenwirkungen weniger stark zum Vorschein treten.

DOB / DOM / DOI

DOB (2,5,-Dimethoxy-4Brom-Amphetamin), DOM (2,5,- Dimethoxy-4Methyl-Amphetamin) und DOI (2,5,-Dimethoxy-4-Iod-Amphetamin) sind halluzinogene Amphetamine. Bereits in geringen Dosen tritt eine Wirkung ein, die Wirkdauer ist mit 18 – 30 Stunden enorm hoch. Die Wirkung setzt erst recht spät ein. Da die Wirkung erst so spät eintritt, ist die Gefahr einer Überdosierung durch Nachlegen besonders groß. Auch die lange Wirkdauer empfindet nicht jeder als angenehm. So kann es zu Panikattacken, Angst- und Verwirrungszuständen kommen.
Bei höheren Dosierungen können sogar vorübergehende Lähmungserscheinungen oder Schmerzunempfindlichkeit auftreten. Hier besteht ein erhöhte Unfall- und Verletzungsgefahr! Bei häufigem Konsum ist die Wahrscheinlichkeit hoch, psychische Störungen zu entwickeln (Psychose, Schizophrenie, etc.). Wir raten dringend vom Konsum ab!

DOC

DOC (2,5-Dimethoxy-4-chloroamphetamine) Zu DOC existieren nur wenige Informationen. DOC kann aber zu Brustschmerzen und Gefässverengungen führen. Durych den späten Wirkungseintritt besteht die Gefahr einer Überdosierung. Die sehr lange Wirkdauer von ca. 20 Stunden sollte unbedingt berücksichtigt werden. Wir raten vom Konsum ab!

Domperidon

Domperidon ist ein Arzneistoff, der zur Besserung von Symptomen wie Übelkeit und Erbrechen angewendet wird. Es wird in m-CPP-haltigen Ecstasypillen als Streckstoff verwendet, um die für m-CPP typischen Nebenwirkungen wie Übelkeit und Erbrechen zu mildern.

DMT

DMT (Dimethyltryptmin) ist ein Tryptamin-Alkaloid mit stark halluzinogener Wirkung. Der Wirkstoff kommt in etlichen Pflanzen vor, kann jedoch auch synthetisch hergestellt werden.
Meist wird DMT als sog. Changa (Extrakt aus DMT-haltigen Pflanzen) geraucht oder als weiß-gelbliche kristalline Substanz geschnupft. Bei oraler Einnahme als sog. Ayahuasca (einem schamanischen Kräutertrank aus Südamerika) ist es nur in Kombination mit MAO-Hemmern wirksam. Das Risiko beim Konsum von DMT liegt vor allem im psychischen Bereich: Panik, Angstzustände und „Bad Trips“ sind möglich. Die starken Wahrnehmungsveränderungen, die Trennung von Körper und Geist und die Auflösung der eigenen Identität sowie Nahtod-Erfahrungen können von Konsumenten als sehr belastend und traumatisch erlebt werden. Zudem kann DMT psychische Störungen, wie depressive Verstimmungen, Wahnvorstellungen und Realitätsverlust auslösen. Dies gilt v.a. bei häufigem Konsum und bei dafür leicht anfälligen Personen.
DMT und dessen Abkömmlinge (z.B. 5-MeO-DMT) führen zu starkem Kontrollverlust! Deshalb sind sie als Partydrogen völlig ungeeignet

DPIA

DPIA ist ein vermutlich psychoaktives Synthesenebenprodukt, das bei der Herstellung von Amphetamin entsteht. Die meisten Amphetamin-Proben weisen Spuren von DPIA auf – allerdings in so geringer Menge, dass es bei der Analyse nicht aufscheint. Befinden sich größere Mengen DPIA in der Probe, wird die Nachweisgrenze überschritten und das Synthesenebenprodukt als Inhaltsstoff angegeben.

Ephylon

Ephylon (BK-ethyl-K) ist ein synthetisches Cathinon mit stimulierender Wirkung. Wie bei den meisten neuen psychoaktiven Substanzen (NPS) liegen über Dosierung, Risiken, Nebenwirkungen und Langzeitfolgen keine Informationen vor. Vom Konsum wird abgeraten!

Ephedrin

Ephedrin ist der psychoaktive Wirkstoff der Pflanze Ephedra. Seit 1920 wird Ephedrin in der westlichen Medizin bei unterschiedlichen Beschwerden eingesetzt. Mittlerweile findet es vorwiegend in Arzneimitteln bei grippalen Infekten zum Abschwellen der Schleimhäute Anwendung. Daneben wird Ephedrin in der Anästhesie gegen niedrigen Blutdruck angewendet, da die Herztätigkeit angeregt und der Blutdruck erhöht wird. Als Appetitzügler hat sich Ephedrin aufgrund seines Abhängigkeitspotentials und diverser Nebenwirkungen (z.B. Unruhe, Angst, Übelkeit, Schlaflosigkeit, Tremor, Pulsrasen, Schwitzen, Atemschwierigkeiten, Verwirrtheit, Halluzinationen) nicht durchgesetzt. Ephedrin ist ein Phenylethylamin-Alkaloid, das in Pflanzen der Gattung Meerträubel vorkommt. Ephedrin hat eine Amphetamin-ähnliche, das zentrale Nervensystem anregende Wirkung. Im Vergleich zu Amphetamin dauert die Wirkung jedoch kürzer und ist insgesamt etwas schwächer ausgeprägt. Bekannte physische Nebenwirkungen sind ähnlich derer bei Amphetaminen, jedoch etwas milder. Kombinationen von Ephedrin mit Koffein oder anderen aufputschenden Substanzen (wie Amphetamin, Ecstasy oder Kokain) können zu Zittern, gesteigerter Unruhe, Ängstlichkeit bis hin zu Panikreaktionen sowie Herz- Kreislaufbeschwerden führen. Vom Konsum wird abgeraten!

Ethylamphetamin

Ethylamphetamin (N-Ethylamphetamin, Etilamfetamin, Apetinil) ist eine stimulierende Substanz aus der Gruppe der Amphetamine und Phenethylamine. Es wurde in den 50er Jahren als Appetitzügler angewendet, aber war nicht weit verbreitet. Wegen seiner strukturellen Ähnlichkeit zu Amphetamin ist eine ähnliche Wirkung zu erwarten, die aber weniger stark ausfällt.

Ethylphenidat

Ethylphenidat (EPH, EP) ist ein Stimulanz mit enger Verwandtschaft zu Methylphenidat, das häufig als Research Chemical im Internet vertrieben wird. Konsumenten beschreiben eine ähnliche Wirkung wie bei Methylphenidat, die allerdings als intensiver und euphorischer wahrgenommen wird.
Über Risiken und Langzeitfolgen können keine Aussagen gemacht werden, da die genauen Wirkungen auf den Menschen, wie bei anderen sogenannten neuen psychoaktiven Substanzen (NPS), kaum erforscht sind.

Ethylon

Ethylon gehört zur Stoffgruppe der Cathinone. Aufgrund seiner Ecstasy-ähnlichen Wirkung wird es vermutlich auch als Streck- oder günstiger Ersatzstoff in Ecstasypillen verwendet. Da die Substanz relativ mild wirkt, besteht die Gefahr, zum unkontrollierten Nachlegen, um die erwünschte Wirkung zu erzielen. Mögliche Nebenwirkungen wie z.B. Angst, Paranoia, Herzklopfen, etc. nehmen dabei zu.
Vor allem bei Überdosierungen und durch Mischkonsum mit anderen Serotonin-Wiederaufnahmehemmern kann es zu einem lebensbedrohlichen Serotoninsyndrom kommen. Es kann Paranoia auftreten und auch die Entwicklung einer Drogenpsychose ist möglich.
Ethylon ist eine bisher kaum erforschte Substanz. Über Nebenwirkungen, Toxizität und Langzeitrisiken gibt es kaum Informationen. Wir raten daher dringend vom Konsum ab!

Etizolam

Etizolam ist ein Benzodiazepin-Analogon aus der Gruppe der Thienodiazepine und besitzt wie alle seine Analoga amnestische (Erinnerung für die Zeit der Wirkdauer fehlt), anxiolytische (anglösende), antikonvulsive (krampflösende), hypnotische (schlaffördernde), sedative (beruhigende) und muskelrelaxierende Potenziale. Durch seine besondere hypnotische Wirkstärke wird es vorrangig bei Schlafstörungen eingesetzt, kann aber auch als angstlösender Arzneistoff Verwendung finden. Etizolam ist ein sehr potentes Thienodiazepin: 1 mg Etizolam entspricht in etwa 10 mg Diazepam. Es hat einen bis zu sechsmal stärkeren anxiolytischen Effekt als Diazepam. Es flutet schnell im Gehirn an und erreicht Spitzenkonzentrationen innerhalb von 30 Minuten und zwei Stunden. Eine Kombination mit Alkohol und anderen Zentralnervensystem-wirksamen Substanzen kann unkalkulierbare Nebenwirkungen hervorrufen. Etizolam weist wie alle Hypnotika aus der Benzodiazepin-Klasse ein hohes Abhängigkeits- und Missbrauchspotenzial auf. Weiters möglich sind: Psychiatrische Störungen und paradoxe Reaktionen, Ruhelosigkeit, Erregung, Reizbarkeit, Aggressivität, Wahnvorstellungen, Wutausbrüche, Albträume, Halluzinationen, Psychosen, Auslösung einer Depression, Müdigkeit, Schläfrigkeit, Dämpfung, Gedächtnisstörungen, Muskelschwäche, Verdauungsbeschwerden, Sehstörungen, Herz-Kreislaufstörungen.

Fentanyl

Fentanyl ist ein synthetisches Opioid, das als Schmerzmittel in der Anästhesie (bei Narkosen) sowie zur Therapie akuter und chronischer Schmerzen bei Erwachsenen uns Kindern (ab 2 Jahren), die nur mit Opioidanalgetika ausreichend behandelt werden können, eingesetzt wird.
Fentanyl wird in der Medizin als Pflaster vor allem für Krebspatienten und Menschen mit chronischen Schmerzen verwendet. Vor ein paar Jahren ist es in der Drogenszene aufgetaucht und wird Heroin-Ersatz konsumiert. Inzwischen wird bei jedem fünften Drogentoten in Bayern Fentanyl im Blut gefunden. Fentanyl ist fünfzig mal so stark wie Heroin. Bei einer Überdosis kommt es relativ schell zu Bewusstlosigkeit und letzendlich zu einer tödlichen Atemlähmung. Besonders problematisch ist die Konsumform des Fentanyls: Die Konsumenten verwenden bereits benutzte Fentanyl-Pflaster und kochen den Wirkstoff aus dem Pflaster heraus. Da die Wirkstoffe am Pflaster nicht gleichmäßig verteilt sind, kommt es sehr schnell zu einer lebensbedrohlichen Überdosierung. Wir raten dringend vom Konsum ab!

Formetorex

Formetorex ist ein Stimulanz, das im Vergleich zu Amphetamin halb so stark wirkt. Es wurde bereits in einigen Amphetamin-Proben als Streckmittel indentifiziert. In Tierversuchen wurde bei den geprüften Dosierungen keine Blutdruckerhöhung gemessen. Das anorektische Potential (appetitzügelnd) wurde als relativ effektiv bezeichnet. Formetorex hat nie das Stadium eines Medikamentes erreicht, weshalb bezüglich Risiken und Langzeitfolgen praktisch keine gesicherten Informationen vorliegen.

Hydrochlorothiazid

Hydrochlorothiazid (HCT, HTZ) ist ein Arzneimittel aus der Gruppe der sogenannten Thiazid- Diuretika. Die Substanz findet Anwendung bei Bluthochdruck und Herzinsuffizienz. Diuretika bewirken eine erhöhte Harnproduktion und greifen somit in den Wasserhaushalt des Körpers ein. Hydrochlorothiazid wird häufig als Kombinationspräparat vertrieben, das heißt in der Tablette ist noch ein weiterer Wirkstoff mit ähnlicher Wirkung zu finden.

Hydroxyzin

Hydroxyzin ist ein Beruhigungsmittel, das u.a. bei Angst-, Erregungs- und Spannungszuständen eingesetzt wird. Dieses Antihistaminikum wird zur Behandlung von Unruhe, Schlafstörungen und verschiedenen Hauterkrankungen eingesetzt. In Kombination mit Alkohol verstärkt es sowohl dessen Wirkung wie auch die Nebenwirkungen. Bei Herzrhythmusstörungen, Störungen des Blutbildes, Prostataleiden, schweren Lebererkrankungen und Nierenfunktionsstörungen und bei mit MAO-Hemmern behandelten Depressionen (Aurorix) sollte Hydroxyzin nicht konsumiert werden! Nebenwirkungen des Hydroxyzin-Konsums können Übelkeit, Müdigkeit, Fieber, Schwindel, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, unwillkürliche Bewegungen, Orientierungsschwierigkeiten, Halluzinationen, erhöhte Schweißbildung, tiefer Blutdruck oder beschleunigter Herzschlag sein.

Ketamin

Ketamin ist ein Narkosemittel, das in der Tiermedizin verwendet wird. Es kann zu einer bruchstückhaften Auflösung der Umwelt und des Körperempfindens kommen, Gedanken können abreißen, Gefühle der Schwerelosigkeit oder des Schwebens können auftauchen. Sinneswahrnehmungen und Raum-Zeit-Empfinden verändern sich. Bei höheren Dosierungen kann es zur Loslösung vom eigenen Körper und/oder zur Ich-Auflösung oder Verschmelzung mit der Umwelt kommen. Nach dem Trip: Benommenheit, Erinnerung an das Erlebte ist oft nur teilweise möglich.
Risiken und Nebenwirkungen: Bewegung und Kommunikation können stark eingeschränkt werden. Partielle oder vollständige Schmerzunempfindlichkeit, Koordinationsstörungen, eingeschränkte Beweglichkeit, Schwächeempfinden, Kommunikationsstörungen, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, unkoordinierte Muskelbewegungen, Schwindel, verwaschene Sprache, erhöhter Puls und Blutdruck sowie Herzrhythmusstörungen. Bei hohen Dosen Muskelsteifheit, Lähmungserscheinungen und Narkose, bei sehr hohen Dosen epileptische Anfälle und Koma. Ketamin belastet das Herzkreislaufsystem. Ein Ketamin-Trip kann psychisch sehr belastend sein. Viele Ketamin-User berichten von Nahtoderfahrungen, Alptraum-Halluzinationen, Tunnel-Visionen, Blackouts und kurzen Phasen von Gedächtnisverlust. Nach mehrmaligem Konsum innerhalb kurzer Zeit lässt die Ketaminwirkung beträchtlich nach und es bildet sich eine Toleranz aus. Langzeitrisiken: Ketamin kann eine Abhängigkeit mit psychischen Symptomen verursachen. Chronischer Gebrauch schädigt die Leber und Niere und kann zu depressiven Verstimmungen und Ängstlichkeit führen. Man vermutet, dass Ketamin schon in geringen Dosen Funktionsstörungen in Gebieten des Gehirns auslösen kann, die für Gedächtnis, Lernen und Wahrnehmung verantwortlich sind. Je öfter es konsumiert wird und je größer die einzelnen Dosen sind, desto bedenklicher werden diese Störungen. Wir raten vom Konsum ab!

Koffein

Koffein zählt zur Gruppe der Stimulanzien und wirkt in geringen Dosen aktivierend auf Muskel und Herztätigkeit und kann die Konzentrationsfähigkeit kurzfristig verbessern. Koffein führt zu einem leichten Anstieg des Blutdruckes und der Körpertemperatur. Nach dem Konsum großer Mengen Koffein (ab 500 mg) sind folgende Wirkungen wahrscheinlich: Kopfschmerzen, Schweißausbrüchen, Zittern, Kurzatmigkeit, Nervosität, Herzrasen oder Schlafstörungen. Durch die unspezifische Aktivierung des gesamten Organismus kann es auch zu Angstzuständen kommen. In Kombination mit Speed kann es zu einer starken Belastung des Herz-Kreislaufsystems führen. Da Koffein die Körpertemperatur erhöht und harntreibende Eigenschaften besitzt, erhöht der Mischkonsum mit Speed die Gefahren von Überhitzung und großem Flüssigkeitsverlust.

Kreatin

Kreatin wird als Nahrungsergänzungsmittel in Form eines weißen, geruch- und geschmacklosen Pulvers verkauft und dient der Beschleunigung des Muskelaufbaus. Ursprünglich handelt es sich bei Kreatin aber um eine körpereigene Säure, die vor allem in den Muskelzellen vorkommt. Im Körper wird sie in der Leber, den Nieren und der Bauchspeicheldrüse produziert.

Levamisol

Levamisol ist ein Anthelminthikum (wurde in der Tiermedizin gegen Wurmbefall eingesetzt), welches früher auch in der Humanmedizin Anwendung fand. Als Beimengung zu Kokain tritt die Substanz in den letzten Jahren gehäuft auf. Verschiedene Nebenwirkungen, die im Zusammenhang mit Levamisol berichtet wurden sind unter anderem: allergische Reaktionen (z.B. Schwierigkeiten beim Atmen, Anschwellen der Lippen, der Zunge, des Gesichts) und Beeinträchtigung des zentralen Nervensystems (z.B. Verwirrungszustände oder Bewusstlosigkeit, extreme Müdigkeit). Die bedenklichste Nebenwirkung von Levamisol ist eine Veränderung des Blutbildes, Agranulocytose genannt. Im Zuge dieser kommt es zu einer Reduktion der weißen Blutkörperchen, was in weiterer Folge – auf Grund von Immunschwäche – zu lebensbedrohlichen Infektionen führen kann.
Die Symptome, die dabei auftreten können, sind Schüttelfrost, Fieber, Sepsis, Schleimhaut-, Zungenund Halsentzündungen, Infektion der oberen Atemwege, Infektionen im Analbereich und oberflächliches Absterben von Hautarealen.
Die Wahrscheinlichkeit der Ausbildung einer Agranulozytose steigt, unabhängig von der aufgenommenen Dosis, mit der Regelmäßigkeit der Levamisol-Einnahme. Am häufigsten tritt eine Agranulozytose auf, wenn Levamisol kontinuierlich 3-12 Monaten eingenommen wird. Es sind aber auch Fälle bekannt, bei denen bereits nach weniger als drei Wochen nach der ersten Levamisol-Einnahme die Erkrankung diagnostiziert wurde.
Die Agranulozytose wird mit einem geeigneten Antibiotikum behandelt.
Beim Auftreten von den beschriebenen Symptomen nach Kokain-Konsum empfehlen wir dringend einen Arzt aufzusuchen, da die Erkrankung nur mit medizinischer Behandlung gut ausheilbar ist. Das europaweit häufige Vorkommen von Levamisol in Kokain-Proben hat zu diversen Spekulationen über die Gründe der Beimengung geführt. Eine aktuelle Studie der Medizinischen Universität Wien in Zusammenarbeit mit checkit! kommt zu folgendem Schluss: Levamisol wird im Körper zu Aminorex umgewandelt, das sowohl kokain-ähnliche, als auch amphetamin-ähnliche Effekte an Rezeptoren im Gehirn auslöst. Es kann angenommen werden, dass nach Abklingen der Kokain-Wirkung die Effekte von Aminorex einsetzen und daher Levamisol als Streckmittel verwendet wird, um die Wirkung von Kokain zu verlängern.
Levamisol wird im Körper zu Aminorex verstoffwechselt. Aminorex hat eine amphetaminartige Wirkung. Bei gleichzeitigem Konsum von Kokain kommt es zu einer Wirkungsverlängerung, da die Wirkung von Aminorex einsetzt, wenn jene des Kokains nachlässt. Studien zeigen jedoch klar, dass Aminorex das Risiko zur Entwicklung einer pulmonalen Hypertonie (lebensgefährlicher Lungenhochdruck) erhöht. Das Risiko besteht insbesondere bei wiederholtem Vorkommen von Aminorex im Körper. Der Lungenhochdruck wird dabei beim Konsumieren nicht sofort festgestellt, sondern kann sich unter Umständen erst nach einigen Monaten in zunehmend eingeschränkter körperlicher Leistungsfähigkeit, Kreislaufstörungen und Müdigkeit äußern. In welchem Ausmaß sich Levamisol in Aminorex umwandelt und ob das regelmäßige Konsumieren levamisolhaltigen Kokains tatsächlich zu Lungenhochdruck führen kann, ist gegenwärtig nicht geklärt.
Zu bedenken gilt, dass eine vom Arzt diagnostizierte pulmonale Hypertonie (Lungenhochdruck) tödlich verlaufen kann.

Lidocain

Lidocain ist ein Lokalanästhetikum, das sowohl in der Veterinär- als auch in der Humanmedizin als gut und schnell wirksames örtliches Betäubungsmittel eingesetzt wird. Die Interaktion zwischen Lidocain und Kokain ist zum Teil sehr schwerwiegend und kann zu lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen führen. Wie alle örtlichen Betäubungsmittel kann Lidocain die typischen Nebenwirkungen erzeugen. Dazu gehören Wirkungen im Bereich des zentralen Nervensystems (wie z. B. Unruhe, Krampfanfälle u. a.), des Herzens (Rhythmusstörungen), Blutdruckabfall und allergische Reaktionen. Lidocain wird aufgrund der betäubenden Wirkung (Zungen-, Zahnfleisch-Test) als Streckmittel eingesetzt. Mit Lokalanästhetika versetztes Kokain ist problematisch, wenn das Gemisch intravenös verabreicht wird. Es kann zur Lähmung des zentralen Nervensystems und zur Verzögerung oder Blockade des Herz- Erregungsleitungssystems zwischen den Vorhöfen und der Herzkammer führen. Schwere Formen dieses sogenannten AV- Blockes führen zu einem zu langsamen Herzschlag (Bradykardie, Bradyarrhythmie). Im Extremfall kann es sogar zu einem - lebensbedrohlichen - kompletten Stillstand der Kammern kommen, was einer notfallmäßigen Medikamenten- und Herzschrittmacherbehandlung bedarf.

MBDB

MBDB (2-Methylamino-1-(3,4-methylendioxyphenyl)butan) ist ein synthetisches Amphetaminderivat und von seiner chemischen Struktur eng mit MDMA verwandt. Es wirkt hauptsächlich entaktogen ohne antriebssteigernde Wirkung. Konsumenten beschreiben die Wirkung als weniger warm und euphorisch im Vergleich zu MDMA.

MBZP

MBZP (1-Benzyl-4-Methylpiperazin) ist ein Piperazinderivat. Es ist ein Stimulanz, welches zur Freisetzung von Dopamin, Serotonin und Noradrenalin führt und die Wiederaufnahme dieser Botenstoffe hemmt. Die Wirkung liegt zwischen Amphetamin und MDMA. MBZP wirkt schwächer als Benzylpiperazin. Risiken und Nebenwirkungen sind: Appetitverlust, Hitze- /Kältewallungen, starkes Schwitzen, Bluthochdruck, Magenschmerzen/Übelkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit, Zittern und Krampfanfälle. Bei regelmässigem Konsum treten Schlafstörungen, Energieverlust, anomale Gedanken, Gemütsschwankungen, Verwirrtheit und Reizbarkeit auf.
Besonders gefährlich ist die Kombination von MBZP und m-CPP, da dies zu Krampfanfällen führen kann. Wir raten dringend vom Konsum ab!

m-CPP

m-CPP (Meta-Chlorphenyl-Piperazin = 1-(3-Chlorphenyl)-Piperazin) ist ein Piperazinderivat. Risiken und Nebenwirkungen treten meist stärker zum Vorschein als die wahrnehmungsverändernde Wirkung. Dazu gehören Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwindelgefühl, Verwirrtheit, Ängstlichkeit, Zittern, Nervosität, Schweratmigkeit und Übelkeit bis hin zu Erbrechen. Nach dem Konsum treten oft über mehrere Tage starke Niedergeschlagenheit und depressive Verstimmung auf. Nach dem Konsum von m-CPP kann sich der Urin für 2-3 Tage rostbraun bis rötlich verfärben. Regelmässiger Konsum kann Depressionen, Angstzustände, psychomotorische Unruhe, sowie sexuelle Funktionsstörungen hervorrufen. Besonders problematisch ist die Kombination von MDMA und m-CPP, da das zu Krampfanfällen führen kann. Vom Konsum wird strikt abgeraten!

MeOPP

MeOPP (para-Methoxyphenylpiperazine) ist Piperazinderivat mit einer stimulierenden Wirkung. Es wurde schon einige Mal in Partydrogen (vor allem in Ecstasy) als Streckstoff gefunden. Zu den Wechselwirkungen, Risiken und Langzeitfolgen von MeOPP liegen bisher kaum oder nur wenige Informationen vor, daher raten wir vom Konsum dringend ab.

MDA

MDA (3,4-Methylendioxyamphetamin) ist ein synthetisches Amphetaminderivat mit einer entaktogenen und leicht halluzinogenen Wirkung. Konsumenten beschreiben die Wirkung im Vergleich mit MDMA als härter und weniger magisch. MDA ist sowohl neurotoxisch als auch hepatotoxisch, bei regelmässigem Konsum kann es zu schizophrenie-ähnlichen Symptomen kommen.

MDEA / MDE

MDEA / MDE (3,4- Methylendioxyamphetamin) ist ein synthetisches Amphetaminderivat mit entaktogener Wirkung. MDEA wird im Körper zu MDA umgewandelt. Konsumenten beschreiben die Wirkung als weniger euphorisch im Vergleich zu MDMA, dafür mehr berauschend (man fühlt sich dichter). In höheren Dosierungen sind Halluzinationen möglich.

MDPBP

MDPBP (3',4'-Methylenedioxy-α-pyrrolidinobutyrophenon) ist eine psychoaktive Substanz und gehört innerhalb der Gruppe der Amphetamine zu den Cathinon-Derivaten. Konsumenten beschreiben eine stimulierende und euphorische Wirkung ähnlich wie bei MDPV und Kokain. Es sind bisher keine Informationen zu den Risiken, Langzeitfolgen und Toxizität bekannt. Wir raten vom Konsum ab!

MDPV

MDPV (Methylenedioxypyrovaleron) gehört zur Gruppe der Stimulanzien und ist - wie andere Research Chemicals - bis dato sehr wenig erforscht. Die Wirkung ist in erster Linie stimulierend. Zu den positiven Effekten zählen unter anderem Euphorie, erhöhte Empathie und Geselligkeit, gesteigertes Redebedürfnis und geistige Klarheit. Es werden auch aphrodisierende Effekte beschrieben. Negative Wirkungen sind Appetitverlust, Schlafschwierigkeiten, unwillkürliche Körperbewegungen (z.B. Zuckungen), Verwirrung, Nervosität und Ängstlichkeit. Das „Runterkommen“ wird häufig als sehr unangenehm beschrieben, was gelegentlich zu erneutem „Nachlegen“ führt. Risiken und Langzeitfolgen sind unbekannt. Wir raten dringend vom Konsum ab!

MDPHP

MDPHP (3,4-Methylenedioxypyrrolidinohexiophenone) ist ein Stimulanz aus der Gruppe der Cathinone und strukturell verwandt mit MDPV. Es handelt sich um eine weitgehend unerforschte, neue psychoaktive Substanz, weshalb keine zuverlässige Aussage über Risiken und Langzeitfolgen des Konsums möglich ist.
Wir raten dringend vom Konsum ab!

Melperon

Melperon ist ein mittelstarkes Neuroleptikum. Es wirkt beruhigend und antipsychotisch (d.h. den Realitätsverlust bekämpfend). Es wird bei Schlafstörungen, Alkoholabhängigkeit, Demenz oder auch Verwirrtheits- und Unruhezuständen (besonders bei Schizophrenie) eingesetzt. Nebenwirkungen sind Müdigkeit, Schwindel, Schwächegefühl, bei hohen Dosierungen Verkrampfung der Muskulatur, Zittern, Muskelsteifheit und Bewegungsunruhe.

Mephedron

Mephedron (4-Methylmethcathinon, 4-MMC) gehört innerhalb der Gruppe der Amphetamine zu den Cathinon-Derivaten. Es hat eine stimulierende und entaktogene Wirkung. Konsumenten beschreiben die Wirkung als « irgendwas zwischen Speed, kokain und MDMA ». Besonders unangenehme Nebenwirkungen von Mephedron sind ein beklemmendes Gefühl in der Herzgegend und Angst und Paranoia. Es besteht meist ein starker, unkontrollierter Drang zum Nachlegen (Craving).
Häufiger und hochdosierter Konsum von Mephedron kann Durchblutungsstörungen hervorrufen. Diese können zu blauen Ellbogen, Knien und Lippen führen. In hohen Dosen sind psychotische Reaktionen und Wahnvorstellungen möglich. Nach häufigem Konsum gibt es Berichte von anhaltender depressiver Verstimmung (über den üblichen ein/zwei Tage dauernden Zeitraum eines typischen „MDMA-Hangovers“ hinaus). Bei langfristigem und regelmäßigen Konsum ist eine Verschlechterung der Konzentration und der Gedächtnisleistung möglich. Zudem wird Mephedron ein hohes psychischen Abhängigkeitspotential nachgesagt.
Es gibt kaum gesicherte Erkenntnisse über Wirkmechanismen, Giftigkeit und mögliche Langzeitfolgen. Der aktuelle Wissensstand basiert deshalb derzeit lediglich auf Konsumentenberichten. Wir raten dringend vom Konsum ab!

Methamphetamin

Methamphetamin ist ein starkes Psychostimulans auf Amphetamin-Basis. Im Vergleich zu gewöhnlichem Amphetamin (Speed) wirkt Crystal wesentlich stärker und länger (etwa fünfmal so stark). Eine „normale“ Speed-Line kann bei Crystal bereits eine gefährliche Überdosierung bedeuten. Methamphetamin wird durch die chemische Reduktion von Ephedrin gewonnen und hat in der Regel einen sehr hohen Reinheitsgrad. Meist ist die Substanz in kristalliner Form oder in Pulverform erhältlich, manchmal auch in Form von Kapseln. In kristalliner Form erinnert die Substanz an Eiskristalle oder Glassplitter – deshalb auch die Bezeichnung „Crystal“. In Thailand ist Crystal vorwiegend als Tablette im Umlauf (sog. „Thai-Pille“).
Crystal kann gesnieft, geraucht, gespritzt und geschluckt werden. Der Konsum von Crystal führt sehr schnell zu einer schweren psychischen Abhängigkeit! Außerdem ist Methamphetamin neurotoxisch, d.h. es sterben Nervenzellen im Gehirn ab. Wird Methamphetamin als Streckstoff verwendet, kommt es nicht selten zu einer ungewollten Überdosierung, da Methamphetamin viel geringer als z.B. Amphetamin dosiert werden muss. Wir raten dringend vom Konsum ab!

Methoxetamin

Methoxetamin (MXE) ist ein Research Chemical, das halluzinogen wirkt und eine dissoziative Wirkung hat (Gefühl der Loslösung von Körper und Geist). Von der chemischen Struktur ist Methoxetamin den Substanzen Ketamin und PCP ähnlich. Im Vergleich zu Ketamin ist die Wirkung von Methoxetamin aber bei gleicher Dosierung intensiver, das Anfluten dauert erheblich länger und die Wirkung hält länger an. Da es sich bei Methoxetamin um ein Research Chemical handelt, gibt es nur wenige gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse über Risiken und Langzeitfolgen. Informationen über Dosierung, Wirkung und Risk Reduction beruhen hauptsächlich auf Userberichten. Für dissoziative Anästhetika allgemein gilt, dass Mischkonsum mit Downern (Alkohol, Benzodiazepine, Opiate, GHB, etc. sehr riskant ist, da es zu Bewusstseinsverlust und Erbrechen kommen kann – eine Kombination, die potentiell lebensbedrohlich ist. Viele User raten explizit vom Mischkonsum mit Alkohol ab. Der Mischkonsum von Methoxetamin und MDMA und MDMA-ähnlichen Substanzen birgt vermutlich besondere Risiken. Es ist ein Todesfall nach Mischkonsum mit MDAI bekannt geworden. Europaweit wurden bereits mehrere Todesfälle in Zusammenhang mit Methoxetamin-Konsum berichtet! Wir raten dringend vom Konsum ab!

Methoxyacetylfentanyl

Methoxyacetylfentanyl (MAF) ist ein Fentanyl-Analogon. Wegen seiner chemischen Struktur werden ähnliche Wirkungen wie bei anderen Opioiden vermutet, die unter anderem Schmerzstillung, Euphorie, Sedierung und Verstopfung umfassen. Daten über die Potenz liegen derzeit nicht vor, so dass über Dosierungen keine Aussagen gemacht werden können. Opioide können bei hohen Dosierungen oder in Kombination mit anderen zentraldämpfenden Substanzen (z.B. Alkohol) eine lebensgefährliche Atemdepression hervorrufen. Da es sich generell um eine bei Menschen nicht erforschte Substanz handelt, gibt es keine Informationen über Risiken und Langzeitfolgen. Wir raten dringend vom Konsum ab!

Methoxphenidin

Methoxphenidin (2-MXP) ist eine neue, synthetische Substanz, die strukturell mit Ketamin und Methoxetamin (MXE) verwandt ist. 2-MXP wirkt in niedriger Dosierung euphorisierend und stimulierend. Bei höheren Dosierungen verändert sich das Wirkspektrum. User-Berichten zufolge beginnt die dissoziative Wirkung ab einer Dosierung von etwa 80 mg. Wir raten vom Konsum ab!

Methylon

Methylon wird als gelbliche Flüssigkeit oder weißes Pulver angeboten und gehört wie Mephedron zu den Cathinon-Derivaten. Es hat eine MDMA-ähnliche Wirkung, fördert die Kommunikation und macht euphorisch. Bei Wirkungseintritt überwiegen anregende Effekte (beschleunigter Herzschlag, Unruhe, Hitzewallungen, Schwitzen). Konsumentenberichten zufolge kommt es zu einem angenehmen Gefühl der Zufriedenheit, Gelassenheit und Entspannung. Mögliche Nebenwirkungen sind Erweiterung der Pupillen, Kieferspannen, Erschöpfung der Serotonin-Reserven, vermehrtes Schwitzen und infolgedessen Dehydration.
In hohen Dosen stehen die stimulierenden Effekte im Vordergrund. Es kommt zu psychischer Unruhe, beschleunigtem Herzschlag, erhöhten Blutdruck bis hin zu Rastlosigkeit und Paranoia. Darüber hinaus ist das Auftreten von Augenzittern, Verkrampfungen der Kaumuskeln und Zuckungen der Gesichtsmuskeln wahrscheinlich.
Zu den langfristigen Nebenwirkungen von Methylon ist aufgrund mangelnder Langzeitstudien nichts bekannt. Es ist anzunehmen, dass Methylon – vergleichbar wie MDMA– eine starke Belastung für Herz, Leber und Nieren darstellt.
Seit 2012 unterliegt Methylon in Deutschland dem Betäubungsmittelgesetz.
Anlage I: Nicht verkehrsfähige Betäubungsmittel. Herstellung, Einfuhr, Erwerb, Besitz und Weitergabe/ Handel sind strafbar! Wir raten vom Konsum ab!

Methylphenidat

Methylphenidat (Ritalin) ist ein Arzneimittel, welches zur Gruppe der Phenylethylamine gehört und strukturell den Amphetaminen ähnelt. Methylphenidat (Handelsname: Ritalin) wird aufgrund seiner aufmerksamkeitssteigernden und zugleich (paradoxerweise) beruhigenden Wirkung bei ADHS und Narkolepsie eingesetzt. User beschreiben die Wirkung ähnlich wie bei Kokain. Es steigert die Aufmerksamkeit, hemmt den Appetit, unterdrückt Müdigkeit und vermehrt kurzfristig die körperliche Leistungsfähigkeit. Eine Überdosierung von Methylphenidat kann zu Schwindel, Herzklopfen, Schlafstörungen, erhöhter Vigilanz („Wachheit“) oder auch zu übermäßiger Beruhigung führen. Die Langzeitfolgen von Methylphenidat sind noch nicht erforscht. Es besteht die Möglichkeit einer Abhängigkeit, was dazu führen kann, dass man sich ohne Methylphenidat oder anderen neuroaktiven Substanzen nicht mehr richtig konzentrieren kann. Methylphenidat sollte nicht eingenommen werden bei Suizidneigung, Manie und Herzkreislauferkrankungen.

Metoclopramid

Metoclopramid zählt chemisch zur Stoffgruppe der Benzamide und zur Arzneistoffgruppe der Antiemetika (Medikament gegen Übelkeit und Erbrechen). Es wirkt ähnlich wie Domperidon (Antiemetikum) als Dopamin-Antagonist, kann aber im Gegensatz zu diesem die Blut-Hirn-Schranke zu einem gewissen Grad passieren und somit auch im Zentralen Nervensystem (ZNS) durch Beeinflussung bestimmter Rezeptoren psychoaktiv wirken. Metoclopramid ist teilweise in vermeintlichen Ecstasy-Pillen enthalten, die an Stelle von MDMA, das Piperazin-Derivat m-CPP enthalten, welches Übelkeit erzeugen kann.
Metoclopramid unterliegt dem Arzneimittelgesetz (AMG), es ist verschreibungs-pflichtig und darf nicht frei gehandelt werden.

MPA

MPA (Methiopropamine) ist ein Stimulanz, das chemisch mit Amphetamin und Methamphetamin verwandt ist und im Internet als Research Chemical verkauft wird. MPA hat eine stimulierende Wirkung ähnlich wie Methamphetamin, laut Konsumenten fehlt jedoch die euphorische Komponente. MPA ist bei vielen Konsumenten eher nicht so beliebt, da die Nebenwirkungen sehr ausgeprägt sind.
Wie bei den meisten neuen psychoaktiven Substanzen handelt es sich um eine weitgehend unerforschte Substanz, weshalb bisher keine zuverlässige Aussage über Risiken und Langzeitfolgen des Konsums möglich ist. Wir raten vom Konsum ab!

NEB

NEB (N-Ethylbuphedron) ist ein Stimulanz aus der Gruppe der Cathinone. Wie bei den meisten neuen psychoaktiven Substanzen handelt es sich um eine weitgehend unerforschte Substanz, weshalb bisher keine zuverlässige Aussage über Risiken und Langzeitfolgen des Konsums möglich ist. Wir raten vom Konsum ab!

NEH

NEH (N-Ethylhexedron) ist ein Stimulanz aus der Gruppe der Cathinone und hat User-Berichten zufolge eine Wirkung, die mit Kokain vergleichbar ist. Da es sich um eine weitgehend unerforschte, neue, psychoaktive Substanz handelt, können keine zuverlässigen Aussagen über Risiko und Langzeitfolgen getroffen werden. Wir raten vom Konsum ab!

N-Ethylpentylon

N-Ethylpentylon (bk-EBDP, Ephylone) ist eine neue, synthetische Substanz aus der Gruppe der Cathinone mit stimulierenden Effekten. Strukturell weist es Ähnlichkeit zu Pentylon auf. Da es sich um eine neue psychoaktive Substanz handelt, können keine zuverlässigen Aussagen über mögliche Risiken und Langzeitfolgen gemacht werden. Wir raten vom Konsum ab!

NMT

NMT (N-Methyltryptamine) ist eine synthetisch hergestellte, psychoaktive Droge, die zur Stoffgruppe der Tryptamine gehört. Sie hat eine halluzinogene, lang anhaltende Wirkung. Da es sich um eine bislang unerforschte Substanz handelt, gibt es keine verlässlichen Informationen zu den Risiken und Langzeitfolgen. Wir raten vom Konsum ab!

Noscapin

Noscapin ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der hustenstillenden Medikamente und ein natürlicher Bestandteil des Opiums. Es wird zur symptomatischen Behandlung von Reizhusten eingesetzt und gilt im Vergleich zu Codein als besser verträglich, weil es keine unerwünschten Wirkungen wie Verstopfung, Atemdepression oder Abhängigkeit auslöst.

Papaverin

Papaverin ist eine chemische Substanz aus der Gruppe der Alkaloide, die als Naturstoff im getrockneten Milchsaft des Schlafmohns (Opium) und verwandter Mohnarten vorkommt (z. B. Klatschmohns). Papaverin ist zu etwa einem Prozent in Rohopium enthalten, weist als Reinstoff jedoch nicht dessen gesamtes Nebenwirkungsspektrum auf, da Rohopium eine Reihe weiterer potenter Alkaloide enthält.

Paracetamol

Paracetamol gehört in die Gruppe der Nichtopioid-Analgetika und ist ein schmerzstillender und fiebersenkender Arzneistoff, der in vielen Medikamenten, die bei Erkältungsbeschwerden und grippalen Infekten eingesetzt werden, vorkommt. Sehr selten kann es zu allergischen Reaktionen in Form von einfachem Hautausschlag oder Nesselausschlag bis hin zu Schockreaktionen kommen. Ebenfalls sehr selten kommt es bei empfindlichen Personen zu einer Verkrampfung der Atemmuskulatur.

Para-Chlormethamphetamin

Para-Chlormethamphetamin (4-CMA) ist eine stimulierende Substanz und der Vorläuferstoff der neurotoxischen Substanz para-Chloramphetamin. 4-CMA ist mit Amphetamin und Methamphetamin verwandt, scheint aber Studien der 60er Jahre nach zufolge eine eher stimmungsaufhellende als stimulierende Wirkung zu haben.

PCP

PCP (Phencylidin) wurde als Anästhetikum entwickelt, ist ein psychedelisches Narkosemittel und mit Ketamin verwandt. Heute findet es nur noch in der Tiermedizin Anwendung (Beruhigungsmittel für Schlachtvieh). PCP wird auch als « Angels dust » bzw. « Engelsstaub » bezeichnet.
Die Wirkung von PCP ist sehr unberechenbar und stark abhängig von der Dosis, der momentanen Verfassung (Set), der Umgebung (Setting) und den bisherigen Erfahrungen. Bei geringer Dosis sind möglich: Euphorie, Enthemmung, Erregtheit, Rastlosigkeit, Schweregefühl in Armen und Beinen, Benommenheit, Schmerzunempfindlichkeit, Wahrnehmungsverzerrungen, Halluzinationen. Bei höherer Dosierung kann es zu Krämpfen, Bewusstseinsverlust und komaähnlichen Zuständen bis hin zur tödlichen Atemdepression (Atemlähmung) kommen. Wir raten vom Konsum ab!

Pentedron

Pentedron ist bereits seit einigen Jahren auf dem Research Chemical-Markt verbreitet und wurde erstmals 2010 in diversen „Badesalz“-Produkten analysiert. Es gehört zur Stoffgruppe der Cathinone und verfügt über eine starke stimulierende, leistungssteigernde Wirkung, begleitet von ausgeprägten Neben- und Nachwirkungen (z.B. starke Übelkeit, Erbrechen, Herzrasen, Wahnvorstellungen, Paranoia).
Achtung: Pentedron ist eine stark ätzende Substanz. Beim nasalem Konsum kann es zu einem starken Brennen in der Nase kommen, bei oralem Konsum zu starken Magenproblemen. Es hat bereits einen bestätigten Todesfall im Zusammenhang mit Pentedron gegeben!
Der Konsum von Pentedron löst ein sehr starkes Craving (Suchtdruck) aus, welches den Konsumenten zu häufigem, unkontrollierten Nachlegen antreibt. Dies bedeutet gleichzeitig auch ein großes Risiko für die Entwicklung einer Abhängigkeit. Die Substanz ist bislang kaum erforscht und steht im Verdacht, gefäßverengend, neurotoxisch und kardiotoxisch zu sein! Wir raten dringend vom Konsum ab!

pFPP

pFPP (Para-Fluorphenylpiperazin) ist ein Piperazinderivat mit einer leichten psychedelischen und euphorisierenden Wirkung. In den letzten Jahren ist es immer wieder in vermeintlichen „Ecstasy-Pillen“ (eigentlicher Wirkstoff MDMA) als Ersatz- oder Zusatzstoff aufgetaucht.
Die Wirkung ist stark dosisabhängig: Niedrig dosiert macht sich vor allem eine entaktogene Wirkung bemerkbar. In hohen Dosen kommt es zu starken LSD-ähnlichen Halluzinationen. Häufig können unangenehme Nebeneffekte wie hoher Blutdruck, Herzrasen, Erhöhung der Körpertemperatur, motorische Unruhe, Übelkeit bis hin zum Erbrechen auftreten. Da die Wirkung verzögert eintritt (nach ca. 1,5 Stunden), besteht die Gefahr, dass nachgelegt und eine sehr hohe TFMPP-Dosis eingenommen wird.
Eine zu hohe Dosis kann zu einer lebensbedrohlichen Atemdepression führen. Es können Migräne, Muskelschmerzen, Schüttelkrämpfe und Depressionen auftreten.
pFPP ist eine bislang kaum erforschte Substanz. Deshalb ist über die möglichen Risiken und Langzeitfolgen nur wenig bekannt.
Achtung: Der Konsum von pFPP hemmt die Aufnahme von Alkohol. Es dauert länger, bis dieser im Körper verstoffwechselt wird. Eine lebensbedrohliche Alkoholvergiftung ist möglich. Wir raten dringend vom Konsum ab!

Phenacetin

Phenacetin ist ein Aminophenol-Derivat, welches bis 1986 zur Schmerzbehandlung und Fiebersenkung eingesetzt wurde. Wegen seiner nierenschädigenden Wirkung in Kombination mit anderen Schmerzmedikamenten wurde es aus dem Handel genommen. Außerdem steht Phenacetin im Verdacht, krebserregende Eigenschaften zu haben. Phenacetin hat eine leicht euphorisierende und anregende Wirkung und wird vermutlich deshalb als Streckmittel eingesetzt

Phenmetrazin

Phenmetrazin ist ein Amphetaminderivat und wurde lange Zeit als Appetitzügler unter dem Handelsnamen „Preludin“ eingesetzt. Heute ist das Präparat nicht mehr im Handel.
Es wirkt stimulierend auf das Zentralnervensystem, appetithemmend, aufputschend und in hohen Dosen euphorisierend. Aufrund der amphetaminergen Wirkung ist von einem hohen Suchtpotential auszugehen.

Phenylaceton

Phenylaceton ist eine farblose bis schwach gelbe Flüssigkeit mit einem starken, charakteristischen Geruch, die in der chemischen und pharmazeutischen Industrie Verwendung findet. Da die Substanz zur Synthese verschiedener Amphetamine verwendet wird, ist die Herstellung sowie der Verkauf auschließlich mit einer speziellen Genehmigung möglich.

Piracepam

Piracepam ein cyclisches Derivat (γ-Lactam) der γ-Aminobuttersäure (GABA) und ein Arzneistoff aus der Gruppe der Antidementiva (Nootropika).
Es regt den zellulären Zuckerstoffwechsel und die Sauerstoffverwertung im Gehirn an und wird zur symptomatischen Behandlung chronisch hirnorganisch bedingter Leistungsstörungen (Demenz) eingesetzt. Durch Piracetam kann es im Rahmen eines therapeutischen Gesamtkonzeptes zu einer Verbesserung der Symptome Gedächtnis-, Konzentrations- und Denkstörung, Antriebs- und Motivationsmangel sowie Ermüdbarkeit bei Demenzkranken kommen. Eine ursächliche Therapie der Demenz ist derzeit nicht möglich. Auch die anhaltende Wirksamkeit Piracetams bei Demenz ist umstritten. Piracetam wird gelegentlich auch zur systemischen Behandlung bei Hörsturz zur Förderung der Durchblutung verschrieben.

PMA / PMMA

PMA und das chemisch eng verwandte PMMA zählen zur Stoffgruppe der Phenethylamine und sind Amphetaminderivate. In der Regel werden sie als Tabletten oder in Pulverform (weißes, gelbliches oder rosafarbenes Pulver) gehandelt und oftmals als vermeintliches „Ecstasy“ verkauft.
Es wirkt schon in geringer Dosierung (ca. 10 bis 30 mg) und soll eine MDMA-ähnliche Wirkung haben, jedoch ohne den entaktogenen, d.h. den die Empathie steigernden Effekt. In höherer Dosierung ruft PMA /PMMA zu Beginn Symptome hervor, die einem stärkeren Alkoholrausch gleichen. Später treten Euphorie und leichte Halluzinationen auf.
In höheren Dosierungen kann PMA/ PMMA extrem gefährlich werden. Bereits geringe Dosen können zu einer abrupten, starken Erhöhung von Puls, Blutdruck und der Körpertemperatur führen. Dies kann lebensbedrohliche Ausmasse annehmen!
Achtung: Bei gleicher Dosierung ist PMA/ PMMA sehr viel toxischer als MDMA. Nach dem Konsum größerer Mengen PMA/ PMMA können Herzrhythmusstörungen und Krampfanfälle auftreten. Höhere Dosierungen verursachen einen sehr starken Anstieg des Blutdrucks und der Körpertemperatur. Rasender Puls und schneller Herzschlag können die Folge sein. Es kann zu Muskelkrämpfen, Übelkeit, Erbrechen und inneren Blutungen kommen. Bei Körpertemperatur über 40 Grad Celsius können Hirnzellen geschädigt werden. Betroffene fallen ins Koma, aus dem sie nicht wieder erwachen und versterben im Schnitt zwischen 6 und 24 Stunden an allgemeinem Organversagen.
Über Langzeitfolgen nach chronischem Konsum von PMA/ PMMA ist sehr wenig bekannt.
Im Vergleich zu MDMA treten die psychoaktiven Wirkungen von PMA/ PMMA zeitlich verzögert ein. Es dauert mindestens eine Stunde bis erste Effekte spürbar sind (MDMA wirkt schon nach 30 Minuten!). Viele Konsumenten nehmen deshalb an, eine zu geringe Dosis genommen zu haben, so dass häufig „nachgelegt“ wird, um die erwünschte Wirkung zu erzielen. Gefährliche oder sogar tödliche Überdosierungen können hierbei die Folge sein.
Achtung: Der Konsum von PMA / PMMA kann tödlich enden. Die Spanne zwischen einer „normalen“ Dosis und einer Überdosierung ist sehr klein. Die Gefahr einer Überdosierung ist somit sehr hoch. Im Zusammenhang mit PMA / PMMA gab es europaweit bereits mehrere Todesfälle! Wir raten dringend vom Konsum ab!

Pregabalin

Pregabalin, auch bekannt unter dem Handelsnamen Lyrica, ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Antiepileptika. Es wirkt schmerzlindernd, angstlösend, antiepileptisch sowie sedierend und wird zur Behandlung von Nervenschmerzen, Epilepsie und generalisierten Angststörungen eingesetzt. Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen Benommenheit, Schläfrigkeit und Kopfschmerzen.

Procain

Procain ist ein Lokalanästhetikum und wird zur lokalen Betäubung und Behandlung von Schmerzen eingesetzt. Heutzutage findet es jedoch in der Humanmedizin kaum mehr Verwendung. Hierfür stehen wirksamere Stoffe (z.B. Lidocain) zur Verfügung, die besser ins Gewebe eindringen und weniger allergische Reaktionen auslösen.

Propylamphetamin

Propylamphetamin ist eine bis dato weitgehend unerforschte Substanz aus der Gruppe der Phenethylamine. Die Wirkung ist stimulierend und der von Amphetamin ähnlich. Da über Effekte und Risiken beim Konsum bzw. Langzeitfolgen wenig bis gar nichts bekannt ist, wird die Substanz zu den Research Chemicals gezählt. Tierversuchen nach (van der Schroot, 1962) scheint es, dass Propylamphetamin etwa die Hälfte der Wirkstärke von Amphetamin besitzt. Wir raten vom Konsum ab!

Proscalin

Proscalin ist ein halluzinogen, wirkendes Phenetylamin und ähnelt strukturell und vom Wirkspektrum her Meskalin. Da es sich um eine bislang unerforschte Substanz handelt, gibt es keine verlässlichen Informationen zu den Risiken und Langzeitfolgen. Wir raten vom Konsum ab!

Quetiapin

Quetiapin ist ein Arzneistoff (Neuroleptika), der zur Behandlung von psychischen Störungen wie Psychosen (z.B. Schizophrenie) oder bestimmten Formen von Depressionen eingesetzt wird. Es wirkt als Gegenspieler zu den Botenstoffen Dopamin und Serotonin. Dadurch kann es helfen, Symptome wie Halluzinatonen und Wahnideen, aber auch Angst, Erregung und depressive Stimmung zu lindern.
Niedrig dosiertes Quetiapin hat eine beruhigende, schlaffördernde Wirkung und ist ein verbreitetetes Schlafmittel in der psychiatrischen Praxis.
Außer einer Beeinflussung des Stoffwechsels (Gewichtszunahme) können bei der Anwendung von Quetiapin folgende Nebenwirkungen auftreten: Schwindel, Benommenheit, Schläfrigkeit, niedriger Blutdruck, Kreislaufbeschwerden, Übelkeit, Erbrechen, Krämpfe, Störungen der Motorik, unkontrollierbare Muskelbewegungen, Durchfall oder Verstopfung.

Scopolamin

Scopolamin ist ein giftiges Alkaloid, das in Nachtschattengewächsen vorkommt (z.B. Stechapfel, Bilsenkraut, Engelstrompete). In der Medizin wird es u.a. in der Augenheilkunde zur Pupillenerweiterung eingesetzt. In Form von N-Butylscopolamin wird es als Spasmolytikum bei Krampfzuständen des Magen-Darm-Trakts verabreicht. In niedriger Dosierung wirkt es leicht beruhigend. Bei höherer Dosierung kommt es zu folgenden Nebenwirkungen: Halluzinationen, Verwirrtheitszustände, Juckreiz, Koordinationsstörungen, Mundtrockenheit, Probleme beim Wasserlassen, Übelkeit, Gedächtnisstörungen, Sehstörungen.
Von einer missbräuchlichen Einnahme als Rauschdroge ist zu warnen, da der Wirkstoffgehalt in den einzelnen Pflanzen stark variieren kann. Eine Scopolaminvergiftung äußert sich durch Pupillenerweiterung, Trockenheit der Schleimhäute, extremen Verwirrtheitszuständen, Bewusstlosigkeit und Tod durch Atemlähmung. Eine Überdosierung (80 bis 100 mg !) kann tödlich sein.
Wir raten dringend vom Konsum ab!

Schmerzmittel

Schmerzmittel, wie z.B. Ibuprofen, Paracetamol und Acetylsalicylsäure, usw. werden auch als Streckmittel verwendet. Ibuprofen ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der nichtsteriodalen Antirheumatika (NSAR), der zur Behandlung von Schmerzen, Entzündungen und Fieber eingesetzt wird. Chemisch gehört es in die Gruppe der Arylpropionsäuren.
Paraceamol gehört in die Gruppe der Nichtopioid-Analgetika und ist ein Schmerzmittel und Fiebersenker. Sehr selten kann es zu allergischen Reaktionen in Form von einfachem Hautausschlag oder Nesselausschlag bis hin zu einer Schockreaktion kommen. Ebenfalls sehr selten kommt es bei empfindlichen Personen zu einer Verkrampfung der Atemmuskulatur.
Acetylsalicylsäure (Markenname Aspirin) ist ein weit verbreiteter schmerzstillender, blutgerinnungs- und entzüdungshemmender sowie fiebersenkender Wirkstoff. Nebenwirkungen sind Übelkeit, Sodbrennen und Erbrechen, bei regelmäßiger Einnahme Schleimhautreizungen, Blutungen im Magen-Darm-Trakt und Magengeschwüre.

Sildenafil

Sildenafil ist ein Arzneistoff mit gefäßerweiternder Wirkung aus der Gruppe der PDE-5-Hemmer. Bekannt wurde die Substanz unter dem Handelsnamen Viagra zur Behandlung der erektilen Dysfunktion beim Mann. Bei gleichzeitiger Einnahme von NO-Donatoren (wie beispielsweise Amylnitrit bzw. “Poppers”) oder Nitraten (Nicorandil) kann es zu einer gesundheitlich bedenklichen Senkung des Blutdrucks führen. Es ist sowohl in Österreich, Deutschland und der Schweiz rezeptpflichtig.

Strychnin

Strychnin ist ein giftiges Alkaloid, das aus dem Samen der Brechnuss gewonnen werden kann. Reines Strychnin ist ein geruchloses, aber stark bitter schmeckendes, weißes, kristallines Pulver. Strychnin wirkt im zentralen Nervensystem, genauer im Rückenmark.
Früher wurde Strychnin als Rattengift verwendet. Schon geringe Mengen (30 bis 120 mg) können für den Menschen tödlich sein. Es wird rasch von den Schleimhäuten aufgenommen. Subkutan oder intravenös können auch schon Mengen ab 15 mg töglich wirken.
Allein der bittere Geschmack kann bereits Erbrechen provozieren. Erste Symptome einer Vergiftung treten innerhalb der ersten halben Stunde nach der Einnahme auf und äußern sich in: Atemnot, schwere Krämpfe, Muskelzittern, Muskelzucken, Unruhe, Fieber, Schweissausbrüche. Ist die Atemmuskulatur an den Krämpfen beteiligt, kann es zum Tod durch Atemlähmung kommen. Bei Vergiftungen sollte sofort ein Notarzt gerufen werden. Als Antidot (Gegengift) sind Benzodiazepine (z.B. Diazepam) wirksam. Man hört immer wieder, dass mit Strychnin versetzte Ecstasypillen im Umlauf sind. Tatsächlich kann man hier nur von Einzelfällen sprechen.

Tetracain

Tetracain ist ein Lokalanästhetikum, das vor allem zur kurzfristigen Betäubung bei Schleimhautverletzungen eingesetzt wird.

TFmPP

TFmPP wird meist in Form von Pulver oder Pillen auf dem Schwarzmarkt angeboten und gehört zur Stoffgruppe der Piperazine. In den letzten Jahren ist es häufig in vermeintlichen „Ecstasy-Pillen“ (eigentlicher Wirkstoff MDMA) als Ersatz- oder Zusatzstoff enthalten.
Die Effekte von TFMPP ähneln jenen von MDMA, wobei die Wirkung stark dosisabhängig ist: Niedrig dosiert macht sich vor allem eine entaktogene Wirkung bemerkbar. In hohen Dosen kommt es zu starken LSD-ähnlichen Halluzinationen. Häufig können unangenehme Nebeneffekte wie hoher Blutdruck, Herzrasen, Erhöhung der Körpertemperatur, motorische Unruhe, Übelkeit bis hin zum Erbrechen auftreten. Da die Wirkung verzögert eintritt (nach ca. 1,5 Stunden), besteht die Gefahr, dass nachgelegt und eine sehr hohe TFMPP-Dosis eingenommen wird.
Eine zu hohe Dosis kann zu einer lebensbedrohlichen Atemdepression führen. Es können Migräne, Muskelschmerzen, Schüttelkrämpfe und Depressionen auftreten.
TFMPP ist eine bislang kaum erforschte Substanz. Deshalb ist über die möglichen Langzeitrisiken nur wenig bekannt.
Achtung: Der Konsum von TFMPP hemmt die Aufnahme von Alkohol. Es dauert länger, bis dieser im Körper verstoffwechselt wird. Eine lebensbedrohliche Alkoholvergiftung ist möglich. Wir raten dringend vom Konsum ab!

TMA-2 / TMA-6

TMA-2 / TMA-6 sind synthetisch hergestellte Substanzen und Amphetaminderivate. Als Halluzinogene wirken beide Wirkstoffe psychoaktiv, d.h. sie beinflussen die Psyche und (Sinnes-) Wahrnehmung. Optische Halluzinationen können auftreten, auch das Ich-Empfinden ist verändert. TMA-2 wirkt ähnlich wie Meskalin, jedoch ohne Verstärkung des Farberlerlebens.
Beide Substanzen sind bislang kaum wissenschaftlich erforscht, so dass es keine verlässlichen Informationen zu den gesundheitlichen Risiken und Langzeitfolgen gibt. Als negative Effekte wurden Angst und Verwirrung beschrieben. Nach Abklingen der Wirkung kann ein Gefühl der Leere sowie Niedergeschlagenheit aufkommen. Wir raten dringend vom Konsum ab!

U-47700

U-47700 ist eine Substanz aus der Gruppe der Opioide, welches als Research Chemical verkauft wird. Da es nur eine kurze Geschichte der Anwendung beim Menschen gibt und U-47700 weitgehend unerforscht ist, können keine zuverlässigen Aussagen über Risiken und Langzeitfolgen gemacht werden.
Es werden ähnliche Wirkungen wie bei anderen Opioiden vermutet, die unter anderem Schmerzstillung, Euphorie, Sedierung und Verstopfung umfassen. Tierversuche zeigten ein Vielfaches der Wirksamkeit von Morphium.
Im Zusammenhang mit einer Überdosierung oder eines Mischkonsums mit z.B. Fentanyl wurden bereits über Todesfälle berichtet.
Wir raten dringend vom Konsum ab!

Quellen

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