Beim Zürcher Drugchecking-Projekt Saferparty wurde eine in einem deutschen Online-Shop (Clearnet) gekaufte vermeintliche Xanax (Alprazolam) Tablette abgegeben.
Die Tablette enthielt kein Alprazolam. Stattdessen wurden mehrere Nitazen-Derivate sowie geringe Mengen Oxycodon und Paracetamol nachgewiesen. Um welche Nitazene es sich exakt handelt, konnte bislang noch nicht abschließend festgestellt werden. Nitazene können jedoch eine mehr als 100-fach stärkere Wirkung haben als Heroin.
Da Nitazen-Derivate eine extrem hohe Potenz aufweisen können (bei oraler Einnahme je nach Derivat bis zu mehrere hundert Mal stärker als Oxycodon), ist die Gefahr einer Überdosierung sehr hoch. Bereits geringe Mengen können zu einer lebensbedrohlichen Überdosierung führen. Nitazen-Derivate stehen in Verbindung mit mehreren Todesfällen!
Der Mischkonsum von Opioiden mit anderen dämpfenden Substanzen wie Alkohol, Benzodiazepine usw. kann zu gefährlichen Wechselwirkungen und einer Verstärkung der Wirkung führen. Es besteht die Gefahr einer Atemdepression (bis hin zur Atemlähmung), einer Blutdrucksenkung, eines Komas und kann im schlimmsten Fall zum Tod führen.
Vom Konsum dieser Pillen wird dringendst abgeraten!
Nach wie vor gilt: Bei auf dem Schwarzmarkt bzw. nicht über Apotheken bezogenen (vermeintlichen) Medikamenten oder Prodrugs kommt es immer wieder zu Falschdeklarationen. Das Vergiftungsrisiko ist insgesamt als hoch einzuschätzen. Gefälschte Medikamente sind häufig optisch nicht mehr von echten Medikamenten zu unterscheiden.